Wut und Ärger an der Korneuburger FPÖ-Basis. FP-Funktionäre verurteilen Strache und Gudenus und loben die Parteiarbeit. Unterstützung für Innenminister Kickl.

Von Hedwig Mohsburger. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:58)
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Ina Aigner, FP-Bezirksparteiobfrau: „Erhalte viele positive Zuschriften von Mitgliedern.“

„Die Stimmung ist gut, weil bei uns auch nicht – wie bei anderen Parteien – auf Wunsch einfach ein Kopf geopfert wird“, erklärt FP-Bezirksparteiobfrau Ina Aigner. Andere Parteien hatten ja vehement den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl verlangt. Sie bekomme viele Zuschriften, die „Jetzt erst recht“ lauten.

Für den früheren FP-Bezirksparteiobmann und Sierndorfer Gemeinderat Robert Koppensteiner ist das Verhalten von Strache und Gudenus unentschuldbar. „Die Wut ist noch nicht abgeflaut. Durch ihren Fehler wurde die FPÖ um eine große Chance und das höchst erfolgreiche Projekt der Regierungsbeteiligung gebracht“, findet er klare Worte. Warum Innenminister Herbert Kickl jetzt seinen Posten räumen sollte, sieht Koppensteiner nicht ein. „Es liegt nahe, dass sich die ÖVP damit den schärfsten Kritiker ihrer eigenen Probleme vom Hals schaffen will.“ Zu den Koalitionsdiskussionen in den Bundesländern findet Koppensteiner: „Das ist reine Parteitaktik.“

Idente Mails verschickten Herbert Pohl, FP-Stadtrat in Stockerau, und Dietmar Ruf, FP-Vizebürgermeister in Gerasdorf: Die FPÖ und die Verantwortlichen hätten klare Konsequenzen gezogen. Man wolle mit einer „tatkräftigen und ehrlichen Politik für die Bevölkerung“ da sein. Im Bezirk sei man stark aufgestellt.

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