Sonnenwende in der Wachau: 70 Schiffe zu koordinieren. 40.000 Besucher an Land, 7.000 Schiffspassagiere: Das Großereignis am 22. Juni erfordert Sicherheitsmaßnahmen.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 16. Juni 2019 (06:45)
Donau NÖ/Martina Siebenhandl
Stellten das Sonnwend-Konzept vor: Bernhard Schröder (Donau-NÖ-Tourismus), Wolfram Mosser-Brandner (Brandner Schifffahrt), Bürgermeister Erich Polz, Vera Hofbauer (Abteilung Schifffahrt im BMVIT), Peter Sigmund (Donau-NÖ-Tourismus).

An der Spitze der Schaufelraddampfer Schönbrunn, dahinter 20 Großschiffe und 40 bis 50 Sport- und Motorboote (die Anmeldung läuft noch bis zum Veranstaltungstag), dazwischen Einsatzboote der Schifffahrtsaufsicht und der Wasserpolizei und zum Schluss die Wasserrettung: Auf der Donau wird am Abend und in der Nacht des 22. Juni, wenn an Land die traditionellen Sonnwendfeiern stattfinden, einiges los sein.

„Wasserfall“ von der Ruine Dürnstein als Abschluss

„Die Sonnenwende ist für die Schifffahrt eines der größten und nautisch anspruchsvollsten Ereignisse auf der Donau“, berichtet Vera Hofbauer, Leiterin der Abteilung Schifffahrt im Ministerium, von Einsatzbesprechungen und Sicherheitsvorkehrungen wie einem intensiven Kapitänsbriefing, dem Einsatz eines nautischen Koordinators und Sicherheitsständen an Land.

Wie bereits im Vorjahr übernimmt die Donautourismus-GmbH auch heuer wieder die Koordination des Schiffskonvois, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Es habe laut Prokurist Peter Sigmund gut funktioniert, allerdings werde man versuchen, heuer einen noch strafferen Zeitplan aufzustellen und einzuhalten. Der Schiffszug mit 7.000 Passagieren an Bord nimmt in Spitz Aufstellung, wo um 21.45 Uhr die Sonnwendfeuer und das Feuerwerk entzündet werden.

Bei der Fahrt stromabwärts erleben die Schiffspassagiere die Feuer entlang der Donau, der Abschluss wird gegen 23 Uhr der „Wasserfall“ von der Ruine Dürnstein sein. An Land sind die Gemeinden und Vereine für die Organisation sowohl der Feuer als auch des Verkehrs und der Verpflegung der Besucher zuständig. 4.000 bis 5.000 Freiwillige stehen an diesem Tag im Einsatz, „und die haben alles im Griff“, sagt Erich Polz, Bürgermeister von Rossatz-Arnsdorf, wo sich das Gros der geschätzten 40.000 Sonnwend-Besucher einfindet, um die Feuer am Nordufer betrachten zu können.