Großbrand in Krems knapp verhindert!. Brandmeldeanlage erfüllte Zweck. Helfer der Feuerwehr waren bei Arbeit in schwer zugänglichen Bereichen stark gefordert. Silberhelme mussten zusätzliche Kräfte anfordern.

Von Martin Kalchhauser und Christoph Gruber. Erstellt am 09. Februar 2019 (17:48)

Gegen 17:15 Uhr wurde die Kremser Feuerwehr am 7. Februar zu einem Standardeinsatz gerufen. Die Brandmeldeanlage in der Regina Textilreinigung im Stadtteil Lerchenfeld hatte ausgelöst.

Kein üblicher "TUS-(Fehl-)Alarm"

Dieser sogenannte „TUS-Alarm“, wie er fast täglich in einem der großen Kremser Einkaufszentren, aber auch in Gewerbe- und Industriebetrieben stattfindet, stellte sich dann aber als nicht alltägliches Ereignis heraus.

Feuerlöscher rasch im Einsatz

Die Kräfte des ersten Tanklöschfahrzeuges der FF Krems, das in Lerchenfeld ankam, erhielten die Information, dass eine Trocknungsmaschine in Brand geraten war und der Brand bereits von Mitarbeitern geistesgegenwärtig mit Feuerlöschern eingedämmt wurde.

Zusätzliche Kräfte angefordert

Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde ein Brand in einem sehr schwer zugänglichen Bereich einer Trocknungsanlage festgestellt. Die Löschtätigkeiten würden, so die richtige Einschätzung, einen größeren Kräfteaufwand absehbar machten. 

Anlage musste geöffnet werden

Die Zentrale alarmierte die Feuerwachen Gneixendorf sowie die Hauptwache mit Generalalarm.

Ein Atemschutztrupp ging mit einer Löschleitung in die Fertigungshalle vor und begann mit der Öffnung der Anlage mit Handwerkzeugen. Parallel dazu wurden Lüftungsgeräte aufgebaut, um den Brandrauch abzuführen.

90 schweißtreibende Minuten

In Summe waren letztlich vier Atemschutztrupps eingesetzt, um die Maschine zu öffnen, glosendes Isolationsmaterial zu entfernen und zu löschen. Nach 90 Minuten schweißtreibender Arbeit von insgesamt 38 Helfern, die mit neun Fahrzeugen (darunter die Drehleiter) angerückt waren, konnte "Brand aus!" gegeben werden. Die Haustechniker übernahmen die betroffene Anlage wieder. 

Sanitäter blieben arbeitslos

Während des gesamten Einsatzes stand eine Mannschaft des Roten Kreuzes Krems zur Sicherheit der Feuerwehrkräfte in Bereitstellung. Die Sanitäter blieben jedoch glücklicherweise "arbeitslos". Nach dem Einrücken wurden die verwendeten Atemschutzgeräte getauscht und die kontaminierte Bekleidung der Atemschutzgeräteträger der Reinigung zugeführt.

Brandmelder sind wichtig!

Dieser Einsatz war diese Woche schon bereits der zweite Brand, welcher von einer automatischen Brandmeldeanlage gemeldet wurde. Bereits am 5. Februar war es zu einen Kleinbrand in einem Gastronomiebetrieb gekommen, welcher jedoch rasch gelöscht werden konnte.