Wieder da, neuer Komfort: Beine hochlagern im Kino. Das Kremser Cinemaplexx sperrt nach knapp fünf Monaten Pause am 6. August wieder auf. Neu sind Lederliegen in der zweiten Reihe.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 06. August 2020 (04:05)
Beinfreiheit pur: Hausherr Peter Hauswirth bietet Filmfans im Cinemaplexx mit den neuen Liegen ein besonderes Kinoerlebnis.
Franz Aschauer

Offen haben dürften die Kinos schon seit einigen Wochen. Es hätte nur nichts gebracht. Denn die meisten internationalen Produktionen haben sich durch das Coronavirus nach hinten verschoben. Das ist auch der Grund, warum das Cinemaplexx Krems nicht wie ursprünglich geplant schon Mitte Juli wiedereröffnet hat. Am 6. August ist es nun aber so weit.

Neun Filme werden anfangs in dem Haus im Gewerbepark laufen. Richtige Knaller sind aber nicht darunter, das weiß auch Peter Hauswirth, der Chef der Cinemaplexx-Gruppe: „Die ganz großen Blockbuster fehlen im Restsommer. Deswegen ist es schwierig, zu sagen, wie es laufen wird. Ich hoffe, dass die Leute wieder neugierig aufs Kino sind. Grundsätzlich ist die Ferienzeit ja keine schlechte Zeit.“

2. Reihe: Sessel durch Liegen ersetzt

Die Hoffnung ruht bis zum Herbst vor allem auf „Tenet“ (Start: 13. August), dem neuen Streifen von Star-Regisseur Christopher Nolan und dem Remake des Zeichentrick-Klassikers „Mulan“ (20. August).

Filmfans erwartet im Cinemaplexx künftig jedenfalls ein neuer Luxus. In den zweiten Reihen der Säle sind die gewöhnlichen Sessel durch Liegen ersetzt worden, auf denen man die Beine bequem hochlagern kann.

Völlig verstaubt sind die Kinosäle in der Zeit ihrer Schließung übrigens nicht. „Wir haben die üblichen Serviceintervalle eingehalten, Maschinen sind wöchentlich gelaufen und die Technik und der Brandschutz sind überprüft worden“, erzählt Hauswirth.

Strenge Regeln, die vom Kinobesuch abschrecken könnten, wird es im Cinemaplexx nicht geben. Gruppenreservierungen bis sechs Personen sind möglich, nur zwischen den Gruppen muss ein Sitz frei bleiben. Eine Untersuchung in Deutschland hat zuletzt aber ohnehin gezeigt, dass das Infektionsrisiko in Kinosälen geringer ist, als in anderen geschlossenen Räumen.