Lokalsperre für „Wutpaar“ in Furth. Weil es in seinem Essen im Café Neuwirth in Furth Verpackungsreste fand, aktivierte ein Ehepaar den Lebensmittelinspektor. Schon zuvor sprach Chef Hausverbot aus.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 24. April 2019 (05:15)
Johann Lechner
Das Café Neuwirth beim ADEG-Markt in Furth. Das Ehepaar Schober aus Mautern darf dort nicht mehr hinein.

Lange Zeit waren sie Stammgäste im Café Neuwirth in der Lambert Karnerstraße in Furth, jetzt dürfen Josef und Elfriede Schober aus Mautern aber nicht mehr hinein. Geschäftsführer Andreas Neuwirth, der auch Geschäftsführer des angrenzenden ADEG-Lebensmittelmarktes ist, erteilte dem Ehepaar Lokalverbot.

Thomas Peischl
Andreas Neuwirth in seinem Markt in Absdorf. Der Kaufmann ist Jahrgang 1975 und lebt mit seiner Partnerin und seinen drei Kindern in St. Veit/Gölsen. Ausgleich findet er bei Tennis, Radfahren oder Fußball.

Ausgesprochen hat der Kaufmann das schon Anfang dieses Jahres, die Schobers machten aber erst jetzt darauf aufmerksam.

Ihren Anfang nahm die Geschichte bei einem der vielen Mittagessen der beiden Römerstädter in dem beliebten Café. In Zuge dessen bemerkte der 61-jährige Schober einen Verpackungsrest in seinem Saftleisch. „Und das ist nicht das erste Mal gewesen. Schon zuvor hatten wir zwei Mal Plastik im Essen“, erzählt Schober.

Von den ersten beiden Funden weiß Neuwirth nichts, den dritten bestätigt er aber: „Da war Backpapier drinnen. Das sollte natürlich nicht passieren, und ich habe mich deswegen auch sofort entschuldigt und sogar ein Gratis-Essen angeboten.“

Kontrolleur hatte nichts zu beanstanden

Das wollte das Ehepaar Schober aber nicht und aktivierte die Lebensmittelkontrolle . Die stattete dem Caféhaus in Furth einen Besuch ab. „Da gab es aber nichts zu beanstanden“, so Neuwirth. Das bestätigt man auch bei der Lebensmittelkontrolle: „Der Fall ist abgeschlossen.“

Die Lokalsperre für die Familie Schober sprach Neuwirth nicht erst aus, nachdem sie ihm den Lebensmittelinspektor auf den Hals gehetzt hatte. Zuvor gab es schon ein Telefonat zwischen ihm und Elfriede Schober, das ihn zu der Extremmaßnahme veranlasste. „Sie hat nicht aufgehört, zu schimpfen, und meine Mitarbeiter zu beleidigen“, schildert Neuwirth.

Josef Schober erzählt hingegen eine andere Version des Telefonats: „Meine Frau hat sich ganz normal beschwert. Neuwirth hat sie überhaupt nicht ernst genommen und sogar gesagt, dass ihre Anschuldigung erlogen ist.“