Krems

Erstellt am 18. Mai 2018, 04:04

von Petra Vock

Kremser Mode-Schülerinnen als „lebende Bilder“. Ein Kunst-Projekt von Mode-Schülerinnen der HLM HLW eröffnete das Jubiläum „300 Jahre Kremser Schmidt“. Die großformatigen Fotos sind im „museumkrems“ zu sehen.

Models und Kuratorinnen in einem: Sophie Bucher, Elisabeth Pfaller, Tamara Anissin, Romina Artmüller, Cordula Farthofer und Lara Bader.  |  Johann Lechner

Mit einem originellen Kunst-Projekt gratulierten 18 Mode-Schülerinnen der HLM HLW dem Barockmaler „Kremser Schmidt“ zum Geburtstag, der sich heuer zum 300. Mal jährt: Sie stellten einige seiner Gemälde als „lebende Bilder“ nach. Die Ausstellung ist bis 30. September im Südfoyer des „museumkrems“ zu sehen.

Kuratorinnen, Models und Regisseurinnen

„Es ist spannend, wie kreativ und großartig die Jugend das umgesetzt hat“, spendete Bürgermeister Reinhard Resch bei der Ausstellungseröffnung Lob.

HLM-HLW-Direktorin Sabine Hardegger, Willi Lehner (Kulturvernetzung NÖ, Viertelfestival), Barbara Eggert (Donau-Universität Krems), Verena Taschner (Projektleiterin HLM HLW), Kulturamts- und Museumsleiter Gregor Kremser sowie Bürgermeister Reinhard Resch.  |  Johann Lechner

Kunst-Wissenschaftlerin Barbara Eggert, die das Viertelfestival-Projekt „Tableau Vivant“ mit Kulturamtsleiter Gregor Kremser initiierte und mit HLM-HLW-Lehrerin Verena Taschner leitete, betonte, wie viele Rollen die Schülerinnen dabei spielten: Sie wählten als Kuratorinnen selbst die Barockbilder aus, führten Regie, fungierten als Models und verfassten auch selbst die erklärenden Texte dazu.

Die „lebenden Bilder“ wurden von Künstlerin Uschi Oswald (Verein „raumgreifend“) professionell fotografiert und zeigen in Form eines typischen Wochenendes die jugendliche Welt der Schülerinnen – vom Unterricht über YouTube-Schmink-Tutorial bis zum Pizza-Essen und Fortgehen.

Von den Gemälden übernommen wurden vor allem die Posen; Requisiten und Inhalt wurden teils radikal verändert. Der Kontrast wirft durchaus ein kritisches Licht auf die Gegenwart – etwa wenn ein Kreuz durch einen Spiegel ersetzt wird oder ein Palmzweig durch Geld.