Krems

Erstellt am 10. Januar 2019, 05:17

von NÖN Redaktion

Winzer Krems: Hinweise für Aufarbeitung gesucht. „Wein des Vergessens“-Autoren suchen nach Fotos, Dokumenten und Zeitzeugen.

Verlor seinen Job, weil er kein Nazi war: Anton Zillner (r.).  |  privat

Wer kann noch Auskunft geben über die Winzergenossenschaft Krems in der Zeit zwischen 1938 und 1945? Die „Wein des Vergessens“-Autoren Bernhard Herrman und Robert Streibel sind auf der Suche nach weiteren Fotos, Dokumenten, Zeitzeugen oder deren Familienmitgliedern.

Neue Hinweise im Zuge von Ausstellung erhalten

Denn nach der Publikation des vielbeachteten Romans über die „Arisierung“ der Sandgrube und die Gründung der Winzergenossenschaft hat die Winzer Krems ja ein historisches Projekt zur Aufarbeitung ihrer Geschichte gestartet.

Neue Hinweise gab es im Zuge der Ausstellung „Die ,arisierte‘ Sandgrube“ in der Galerie Kultur Mitte, wie Streibel mitteilt. So meldete sich Norbert Zillner, dessen Vater Anton Zillner nach der „Arisierung“ der erste Kellermeister war, und berichtete: „Da sich herausgestellt hat, dass mein Vater kein Parteimitglied war und auch keines werden wollte, wurde er gekündigt.“

Einer der Drahtzieher war laut Streibel Matthias Fally, der auch das Stadtweingut leitete. Fally sei nicht nur ungeschoren davongekommen, sondern 1963 sogar von der Stadt Krems geehrt worden, so Streibel. Sachdienliche Hinweise zum Thema: 0664/5235277 (Streibel).