Kremser Schillerstraße: Wenn sich Verfahren ziehen. Abrissbescheid für historische Häuser weiter ausständig. Entwicklung eines Schutzzonenmodells bis Juni 2022.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 14. Mai 2021 (05:34)
Anfang des Jahres 2020 wurde bekannt, dass die Schillerstraßen-Häuser 2 und 4 abgerissen werden sollen. Eineinhalb Jahre später herrscht Funkstille zu dem Projekt.
Johann Lechner, Johann Lechner

Im Juli des Vorjahres informierte die Baubehörde der Stadt Krems die rund um die Schillerstraßen-Häuser 2 und 4 lebenden Bewohner, dass sie keine Einwände gegen den Abriss der beiden historischen Objekte hat. Fast ein Jahr später ist von der Abrissbirne noch immer keine Spur.

Birigt Leutmezer-Kumarawadu, Chefin des Amts für Anlagenrecht, teilt auf NÖN-Anfrage mit, dass zu dem Vorhaben der Wiener Haring-Group wie bisher ein Verfahren laufe. Demnach werden gegenwärtig noch immer die Eingaben der Anrainerschaft, unter denen einige Projektgegner sind, bewertet.

Ob es sich hierbei um eine ungewöhnlich lange Prüffrist handelt, kommentiert Leutmezer-Kumarawadu nicht konkret. Jedenfalls könne „eine vermeintliche, von der Behörde zu vertretende Verzögerung nur vom Antragsteller geltend gemacht werden, nicht von Anrainern oder Dritten.“

Fortschritte vermeldet indes Baudirektor Reinhard Weitzer bei der Entwicklung einer Schutzzone, was bis Juni 2022 geschehen soll. Unter anderem habe es zwei kommissionelle Begehungen zur Kategorisierung der Gebäude und Sichtbeziehungen geben. „Ein Arbeitsbericht liegt vor und wird in einem nächsten Schritt den Grundeigentümern präsentiert.“