Kremser Stadtgraben bleibt gesperrt. Magistrat gewährte wegen „Corona-Baustopp“ zum zweiten Mal eine Verlängerung der Dauerbaustelle. Der Unmut darüber ist groß.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. Juli 2020 (05:29)
Der obere Stadtgraben ist für den Straßenverkehr seit mittlerweile über einem Jahr gesperrt.
Johann Lechner

Die Sperre des oberen Stadtgrabens ist bis 14. August verlängert worden. Wie von Anrainern befürchtet, ist das private Bauprojekt, wegen der die Straße seit Ende Mai 2019 gesperrt ist, nicht mit 30. Juni beendet worden.

„Diese letztmalige Verlängerung wird mit der Verzögerung durch den Corona-Baustopp begründet“, erklärt Magistratsdirektor Hannes Zimmermann auf NÖN-Anfrage. Man habe den weiteren Aufschub gewährt, weil die Gegebenheiten im Umfeld der Baustelle für die Baufirmen eine enorme Herausforderung und eine extreme Gefährdung der Baustellensicherheit darstellen. Das ursprüngliche Streben der Baufirma, die Sperre bis zur ersten September-Woche auszudehnen, sei abgewendet worden, so Zimmermann.

Wie mehrmals berichtet, war die Baustelle ursprünglich bis Ende 2019 anberaumt. Als klar war, dass diese Frist nicht eingehalten werden kann, verlängerte der Magistrat die Straßensperre bis 30. Juni dieses Jahres. Nun bleibt die Umleitung über den Pfarrplatz und den Hohen Markt noch einen Monat bestehen. Einigen Anrainer schmeckt das gar nicht. Günther Wolfsberger etwa schreibt in einem Beschwerdemail an Bürgermeister Reinhard Resch, das der NÖN vorliegt, von „Willkür und Ignoranz“. Für Ärger sorgt auch, dass Leopold Rohrhofer, Chef der Straßenpolizei am Magistrat, noch Mitte Juni erklärte, dass ihm keine weitere Verlängerung der Straßensperre bekannt sei.