Spitz , Rossatz-Arnsdorf

Erstellt am 10. August 2018, 06:44

von Martin Kalchhauser

Kunstflieger als Aufreger in der Wachau. Waghalsige Manöver über Donau und Festland ließen viele zum Hörer greifen. Flugvorführung des Red-Bull-Piloten war für Touristengruppe in Spitz gedacht.

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Für kräftige Irritationen sorgte ein tschechischer Pilot mit einem Flieger mit „Red Bull“-Aufdruck am einem Nachmittag Anfang August in der Wachau.

Der Pilot – wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich um einen tschechischen Kunstflieger – vollzog zwischen 13.45 und 14 Uhr über der Donau und dem angrenzenden Festlandbereich waghalsige Manöver. Er ging zeitweise in Sturzflug, wobei er auch den Motor immer wieder abstellte, drehte Loopings, übte „Kopfstand“ und zog in Tiefflieger-Manier durch die Landschaft.

„Es gab keine Zwischenfälle, aber großes Aufsehen“

Besorgte und durch den Lärm irritierte Besucher aus den Gemeinden Rossatz-Arnsdorf und Spitz, auch zahlreiche Besucher des dortigen gut besuchten Freibades griffen zum Telefon und ließen in der Bezirksalarmzentrale der Polizei in Krems die Leitungen glühen.

Die Veranstaltung war genehmigt und zur Unterhaltung einer Reisegruppe im Klosterhof in Spitz gedacht. Innerhalb einer sogenannten „Kunstflugbox“ (vergleichbar mit einem genau definierten Bereich des Luftraumes) hatte die zuständige Behörde dem Flieger genehmigt, im Bereich des Flusses bis 50 Meter über Grund zu gehen, im Bereich des Festlandes durfte der Artist dem Boden auf 80 Meter nah kommen. Doch die Info war offenbar auf dem Amtsweg hängen geblieben.

„Es gab keine Zwischenfälle, aber großes Aufsehen“, berichtete ein Polizist der NÖN. Und seitens seiner Kollegen im Bereich der lokal zuständigen Posten gibt es Unverständnis: „Es wäre sinnvoll gewesen, uns im Voraus zu informieren!“