Wachau-Schafe für Wiesenpflege. Um die Trockenrasen in der Wachau und am Jauerling zu erhalten, sollen Schafe eingesetzt werden.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:52)
Schafe auf dem Kuhberg in Dürnstein: Die Beweidung der Trockenrasenflächen lief vor etwa 15 Jahren mit Erfolg.Wachau
Welterbegemeinden Wachau

Etwa 60 Hektar schützenswerte Trockenrasen und Wiesenflächen existieren in der Wachau und auch insbesondere am Jauerling. Ein Teil davon wird jährlich mit großem Aufwand durch Landschaftspfleger und Freiwillige (Wachau Volunteers) gepflegt.

Um die längerfristige Erhaltung und Pflege der Naturschutzflächen in der Wachau und am Jauerling sicherzustellen, wurde ein Leader-Projekt gestartet. Die Welterbegemeinden Wachau und der Naturpark Jauerling machen es sich zur Aufgabe, einen auf Landschaftspflege spezialisierten naturschutzfachlich ausgerichteten Schafbetrieb zu etablieren – der allerdings erst gefunden werden muss. Es wird überlegt, unter welchen Voraussetzungen die Beweidung der Naturschutzflächen erfolgen kann und ob infolge dann auch der Aufbau und die Vermarktung einer Regionalmarke „Wachauschaf“ möglich sein könnten. Unterstützt wird das Projekt durch die Stiftung Blühendes Österreich und die Naturschutzabteilung NÖ.

Funktionieren könnte der Plan natürlich: Bereits vor etwa 15 Jahren wurden einige Sommer lang die Dürnsteiner Hutweiden von Schafen als „Rasenmäher“ gepflegt. Damals standen Waldschafe der Schäferei Klaffl aus Gobelsburg auf den Wiesen am Höhereck, auf dem Kellerberg und Kuhberg im Einsatz. Sie bissen die frischen Triebe aufkommender Gehölze ab und verhinderten dadurch, dass die artenreichen Trockenrasen verbuschen. „Diese Art der Beweidung lief damals als Life-Natur-Projekt Wachau mit Erfolg“, bestätigt Projektleiter Hannes Seehofer.