Ab Hof Prämierung: Vier große Sieger aus der Region. Top-Platzierungen für mehrere heimische Teilnehmer aus dem Bezirk krems gab es bei der jüngsten „Ab Hof“-Messe in Wieselburg.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. April 2021 (05:30)

Eine Vielzahl an Gold-, Silber- und Bronzemedaillen ging bei der jüngsten „Ab Hof“ (Messe für bäuerliche Direktvermarkter) in Wieselburg in den Bezirk Krems. Absolute Top-Platzierungen für vier Teilnehmer aus der Region sind der besondere Lohn für qualitätsorientierte Arbeit.

Goldene Honigwabe

Imkermeister Gerhard Loidl und seine Frau Doris aus Droß betreiben seit 35 Jahren ihre Imkerei und arbeiten seit 15 Jahren biologisch. Ihr Bio-Akazienhonig war in Wieselburg unschlagbar. Zweimal hatten die Loidls zuvor schon die „Goldene Birne“ für ihre Wachauer Bio-Marillenmarmelade erreicht. „Die Leute sind bereit, für Qualität zu zahlen“, freuen sich die beiden, „dass der Trend in Richtung Qualität geht.“ Die Auszeichnung sei „eine Bestätigung für einen selbst, und es ist schön, wenn man Kunden eine Freude macht.“ Mittlerweile ist Loidl Herr über 180 Bienen-Königreiche, die er mit großer Hingabe betreut.

Speckkaiser

Bei den Fleisch- und Wurstwaren konnten Brigitte und Andreas Hofbauer aus Gföhl mit ihrem „Geselchten Mager“ voll punkten. Die beiden, die ihre Ware auf Märkten in Gföhl, Imbach und Langenlois feilbieten, können sich über eine Reihe weiterer Auszeichnungen freuen, etwa über Gold für die „Leberpastete mit Preiselbeeren“. Seit 25 Jahren schon gibt es die Hofbauer-Produkte aus eigener Produktion. Neben tiergerechter Haltung der Schweine und Rinder auf Stroh legt man bei den Hofbauers Wert auf eine Fütterung, bei der Gen-Soja absolut verpönt ist.

Goldenes Stamperl

2011 hat Hilde Pichler gemeinsam mit ihrem Mann den Marillengarten ihres Vaters Otto am Göttweiger Sattel übernommen. Marillen von den vom Senior vor 70 Jahren gepflanzten Bäumen werden zum „Wachauer Marillenbrand“ veredelt, der in der Qualitätsstufe „Exquisit“ die Juroren begeisterte. So wie der Weinbaubetrieb Arthur Pichlers ist auch der Obstbau der Pichlers jetzt biologisch. Was nicht gleich vom Garten weg verkauft wird, verarbeitet die Frau zu Marmelade oder veredelt es der Familientradition folgend und zur großen Freude einer ständig wachsenden Schar an Stammkunden entweder zu süßem Nektar oder köstlichen Bränden.

Goldene Birne

Die Auszeichnung ist irreführend, aber sie adelt auch Marmeladen wie die „Wachauer Marillenmarmelade“, mit der Familie Freystetter aus Mautern heuer die Top-Bewertung erhielt. „Die Marmelade ist unser einziges Produkt“, erklärt Elias Freystetter. „Wir haben schon 2019 damit eine ,Goldene Birne‘ erreicht.“ Wegen Problemen mit der Verwertung der rasch verderblichen Früchte habe man aus der Not eine Tugend gemacht und die Marmeladenproduktion hochgezogen. Mittlerweile gibt‘s diese nicht nur ab Hof, sondern sie wird auch nach Deutschland und heuer sogar erstmals nach Frankreich exportiert.

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