Adventmärkte: „Wirklich kein großes Geschäft“. Die NÖN erkundigte sich bei Adventmärkten im Bezirk Krems über Angebot, Besucherzahlen und die Geschäftslage.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 19. November 2019 (05:27)
Am Kiwanis-Adventmarkt für Kinderhilfsprojekte: „Nachtwächterin“ Christine Emberger mit Ines und Verena Kral (von links). Foto: Kiwanis
Kiwanis

Die Zeit der Adventmärkte hat begonnen und an diesen mangelt es im Bezirk nicht. Neben großen Märkte, wie etwa in Grafenegg, gibt es eine Vielzahl kleiner Märkte, die für lokalen Gemeinden und ihre Bewohner oft eine besondere Rolle spielen.

Dazu zählt etwa der Adventmarkt auf der „Amt‘l Ranch“ bei Senftenberg. Mit nur sechs bis acht Ständen und rund 500 Besuchern imJahr zählt er wohl zu den übersichtlichsten Märkten der Region. „Die Aussteller sind alle aus dem direkten Umfeld“, so Veranstalterin Katja Gartner von der Ranch.

„Alle Beteiligten machen mit, weil sie es gerne machen“

Angeboten werden dabei Honig, Kräuterprodukte oder auch Beton- und Drechslerarbeiten. „Auch die lokale Jugend hilft gerne mit beim Markt“, freut sich Gartner. Dieser habe eine starke soziale Seite. „Finanziell schauen da keine großen Summen raus. Alle Beteiligten machen mit, weil sie es gerne machen.“ Auch Standmieten müssten nicht entrichtet werden, erklärt Gartner weiter.

Auch in der Rehberger Kellergasse sieht man im dortigen Adventmarkt „wirklich kein großes Geschäft“. „Der Markt hat aber natürlich eine Funktion als Werbung für die Kellergasse“, erklärt Anton Judmann, der dem organisierenden Verein „Freunde der Rehberger Kellergasse“ vorsteht. Dennoch gebe es ein „Griß“ um Standplätze am Rehberger Advent.

„Wir haben 16 Aussteller, auch aus dem tieferen Waldviertel“, so Judmann. Auch freue er sich über steigende Besucherzahlen. Derzeit seien es etwa 3.000. Wer am Rehberger Advent ausstellt, muss für zwei Tage insgesamt 50 Euro bezahlen, die an den Verein gehen.

In der Stadt Krems selbst sind die Zahlen der Adventmärkte im Steigen. 2018 hatte der „Kremser Stadtadvent“ seine Premiere in der Dominikanerkirche. Kritisch beäugt wurde dies von der Kinderhilfsorganisation Kiwanis, die am gleichen Ort seit 33 Jahren ihren wohltätigen „Kremser Advent“ veranstaltet.

Zwar habe man dadurch keine Besucher verloren, heißt es dort. Dafür habe man aber zusätzliche Kosten für eine eigene Homepage und deutlich höhere Werbeausgaben schultern müssen. Nicht mehr stattfinden wird dieses Jahr der Adventmarkt am Ludwig-Köchel-Platz. Die veranstaltende Volkskultur NÖ begründet dies mit der „steigenden Zahl von Adventmärkten in und um Krems.“

Eine Übersicht über Adventmärkte in NÖ findet ihr hier

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