Ängstlicher Teenie (16) erfand Sex-Attacke. Als Liebelei aufflog, wollte 16-Jährige Ärger mit Eltern vermeiden: Sie diffamierte Kremser (22) als Vergewaltiger.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 16. Juli 2019 (06:20)
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Symbolbild

Ein Kremser fiel aus allen Wolken, als die Polizei vor der Tür stand und ihn mit einer Anzeige empörter Eltern wegen Vergewaltigung konfrontierte.

Der 22-Jährige beteuerte, es habe eine einvernehmliche „Knutscherei“ mit dem vermeintlichen Opfer (16) gegeben, und wollte von einer Vergewaltigung nichts wissen. Es dauerte aber eine geraume Zeit mit unangenehmen Befragungen, bis sich die Unschuld des jungen Mannes herausstellte.

„Letztlich hat Sie das schlechte Gewissen doch noch gedrückt“

Das vermeintliche Opfer, ein 16-jähriger Teenager aus dem Bezirk Krems, hatte selbst bei der kontradiktorischen Befragung bei Gericht an der Vergewaltigungsversion festgehalten.

„Letztlich hat Sie das schlechte Gewissen doch noch gedrückt und Sie sind mit der Wahrheit herausgerückt. Ist Ihnen eigentlich klar, was Sie dem jungen Mann angetan haben? Bei derartig massiven Anschuldigungen hätte er sofort in U-Haft kommen können“, führte Richter Gerhard Wittmann dem Teenager die Konsequenzen seiner Falschaussage und Verleumdung vor Augen.

„Ich wollte Ärger mit den Eltern wegen des älteren Freundes vermeiden“, erklärte die 16-Jährige und beteuerte: „Es tut mir leid, dass ich ihm so großen Ärger gemacht habe.“

Für die einsichtige 16-Jährige setzte es fünf Monate bedingt. Rechtskräftig.