Bonität: Rohrendorf als Aufsteiger, drei Gemeinden unter Top 250

Erstellt am 29. September 2022 | 05:29
Lesezeit: 2 Min
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Jedes Jahr bewertet das KDZ die Bonität der 2.095 Gemeinden Österreichs und kürt die top 250. Aus dem Bezirk Krems schafften es heuer Jaidhof, Rohrendorf und Lichtenau in die Wertung.
Foto: Shutterstock/Zelma Brezinska
Die Gemeinden Jaidhof, Rohrendorf und Lichtenau haben die beste Bonität im Bezirk Krems. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bewertung des KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung, Wien).

Jedes Jahr erstellt das Magazin „public“ (Magazin für Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung) in Kooperation mit dem KDZ eine Bewertung der Bonität aller 2.095 Gemeinden Österreichs und kürt die 250 Besten. Kriterien sind dabei unter anderem Ertrags- und Eigenfinanzierungskraft, finanzielle Leistungsfähigkeit und Verschuldung.

Jaidhof bleibt bei Bonitätsbenotung knapp voran, Lichtenau neu in der Wertung

Jaidhof verlor zwar gegenüber 2021 um 16 Ränge, ist aber mit Platz 52 und der „Schulnote“ 1,36 noch immer top im Bezirk. Hauchdünn ist der Vorsprung auf Rohrendorf, das mit 1,37 Platz 53 erreichte und sich um 13 Ränge verbessern konnte. Dritte im Bunde ist die Gemeinde Lichtenau (178. Platz, neu im Ranking, Note 1,75).

Worauf führen die Bürgermeister die im Vergleich guten Platzierungen zurück? „Wir versuchen immer, sparsam zu arbeiten“, erklärt Jaidhofs ÖVP-Gemeindechef Franz Aschauer. „Ein kleiner Vorteil für uns ist, dass wir keine Schule und keine Kirche haben und da auch bei der Infrastruktur günstiger fahren.“ Vor allem aber habe man in den 23 Jahren seiner Amtszeit „nie geprasst oder unnötige Investitionen getätigt“, so Aschauer. Dass man trotz der weitläufigen Struktur gut liege, sei u. a. darauf zurückzuführen, dass man bei Wasser- und Abwasser-Versorgung in Streulagen auf Genossenschaften setze.

Lob für sein Team und „den fleißigen Gemeinderat“ äußert Rohrendorfs Bürgermeister Gerhard Tastl, ÖVP. „Wir gehen mit den Finanzen sparsam um und achten auf Qualität.“ Das wirke sich unter anderem positiv auf den Schuldenstand aus. „Und wir fördern das Engagement der Neuzuzügler“, erzählt Tastl, dass er mit jedem „Neo-Rohrendorfer“ ein persönliches Gespräch führe. „Wenn Bürger viel Eigeninitiative zeigen, ist das auch eine bedeutende Ersparnis für die Gemeinde.“