Gemeinderatswahl: Gföhl ist "schwarz"

Erstellt am 25. Jänner 2015 | 23:30
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Foto: NOEN, Foto: Stadler
Mit einem Plus von drei Mandaten gibt es in Gföhl wieder eine absolute ÖVP-Mehrheit. Lengenfeld wackelt.

Gföhl ist wieder „schwarz“: Mit der seit einem Jahr amtierenden Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger konnte die ÖVP alle drei Mandate der nicht mehr angetretenen Liste „Wir für Gföhl“ einheimsen und die absolute Mehrheit zurückgewinnen. Zudem verlor die SPÖ drei ihrer acht Sitze. Die FPÖ schaffte zwei. Ihr Ex-Mandatar Siegfried König bleibt im Stadtparlament, erstmal mit dabei ist Grüne-Mandatar Benjamin Veigel.

„Die Bevölkerung merkt, wer es ehrlich meint.“
Ludmilla Etzenberger, Bürgermeisterin von Gföhl

Völlig neu gemischt wurden die Karten in Lengenfeld. Die ÖVP mit dem neuen Spitzenkandidaten Andreas Schuster büßte vier Sitze ein und liegt nun mandatsgleich und nur noch 24 Stimmen vor der SPÖ. Zünglein an der Waage wird damit bei der Wahl des künftigen Bürgermeisters die Bürgerliste, angeführt vom Ex- ÖVP-Vize Ernst Thaller.

Theoretisch heikel ist die Situation in Albrechtsberg, wo ÖVP-Bürgermeisterin Ingrid Kleber die absolute Mehrheit verloren hat, seit vielen Perioden aber mit der ÖVP-nahen Liste von Vizebürgermeister Franz Rosenkranz koaliert.

In den anderen Gemeinden hielten sich die Überraschungen in Grenzen.

In Langenlois, wo vier Mandate mehr vergeben wurden, konnte die ÖVP nach dem Wahlsieg 2010 nicht weiter zulegen. Je zwei Sitze gingen an FPÖ und Grüne (nun 5), die zur zweitstärksten Kraft aufstiegen. Die VP-Mehrheit mit 20 von 33 bleibt komfortabel.

Größer als erwartet fiel der Wahlerfolg mancherorts für die FPÖ aus. Sie kann das zweite Mandat in Hadersdorf und das vierte in Droß nicht besetzen, weil nicht genügend Kandidaten namhaft gemacht wurden.

Paudorf bleibt die einzige rote Gemeinde im Bezirk. Die SPÖ verlor allerdings zwei Sitze an die FPÖ.

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