Gemeindeverband kämpft mit aggressiven Anrufern. Beschwerden wegen geschlossener Sammelzentren häufen sich.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. April 2020 (07:18)
Der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft verzeichnet derzeit zehn bis 15 Anrufe pro Tag, in denen verärgerte Kunden ihrem Unmut über geschlossene Sammelstellen Luft machen.
Symbolfoto: GV/Michaela Kiennast

Die Entsorgung von Restmüll, Bioabfall, Altpapier und dem gelben Sack geht auch in der Coronakrise ihren gewohnten Gang. Unverändert geöffnet sind die Strauch- und Grasschnittsammelplätze. Anders ist die Lage bei den Wertstoffsammelzentren, die der Gemeindeverband (GV) Krems schloss. „Rund 10.000 Besucher pro Monat in den Sammelzentren wären ein zu hohes Gesundheitsrisiko“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Wildpert.

GV-Geschäftsführer Gerhard Wildpert: „Aggression steigt im Tagesrhythmus.“
Kienast

Eine Ansage, die viele Menschen nicht wahrhaben wollen. Täglich verzeichnet der GV rund zehn bis fünfzehn Anrufer, die Fragen wegen der geschlossenen Sammelzentren haben. Der Ton wird zunehmend rauer: „Die Aggression steigt im Tagesrhythmus. Wir diskutieren intern bereits, was wir tun sollen“, schildert Wildpert. Manch einer wird ob der Umstände gar zum Umweltverschmutzer. In Straß seien zuletzt Farbkübel in einem Wassergraben gelandet. So weit muss es nicht kommen.

Das Abfalltelefon des GV steht für Notstände bei der Entsorgung unter 0234/32333-33 oder per Mail unter info@ gvkrems.at zur Verfügung.