Bezirk Krems , Hadersdorf-Kammern

Erstellt am 08. Februar 2019, 05:07

von Martin Kalchhauser

Hundeleben gerettet: Erfolg für Verein RespekTiere. Unfassbare Zustände! „Boomer“ wartet jetzt in Temesvar auf Übersiedlung nach Österreich.

Tom Putrzgruber vom Verein RespekTiere mit dem geretteten Hund „Boomer“ in Nadrag, einem kleinen Ort im Kreis Temesvar, Rumänien.  |  privat

„Die Zustände, unter denen dieser Hund gehalten wurde, waren unfassbar!“ Selbst Tom Putzgruber, Aktivist des Vereins RespekTiere aus Kammern, der den Anblick von Tierleid gewöhnt ist, war über das Schicksal des von seinen Rettern „Boomer“ (Streuner) benannten Hundes entsetzt.

Schon im Jahr 2018 hatten sie das Tier bei einem Alkoholiker in Nadrag, rund 100 km östlich der Provinzhauptstadt Temesvar entdeckt. Das Versprechen, das der Halter abgegeben hatte, gegen eine Spende gut für den Hütehund zu sorgen, hatte er gebrochen. Putzgruber: „Wir haben ihn im Dezember total unterernährt, ohne Futter und Wasser, total verdeckt in einem kleinen, zugigen Verschlag neben einem Pferd gefunden.

Jetzt, im Jänner 2019, führte die Aktivisten, die regelmäßig Hundefutter und andere Sachspenden nach Temesvar bringen, der Weg wieder dorthin. „Das Tier hätte nur mehr ein paar Tage überlebt“, ist Putzgruber sicher. Er kaufte das Tier für 100 Euro frei und brachte ihn zu Tierärztin Noemi Kiss nach Temesvar. Von deren Ordi („Animals First“) wird er zu Finareta Oprea gebracht, aufgepäppelt und nach den Impfungen und der Erlangung der notwendigen Papiere im Laufe der nächsten Monate nach Österreich übersiedeln.

RespekTiere unterstützt den Tierschutzverein der 85-jährigen (!) Oprea, indem man mindestens dreimal pro Jahr rund 600 Kilo Hundefutter hinbringt, wo rund 150 Straßenhunde (auch im Rahmen eines Kastrationsprojekts) betreut werden. Putzgruber: „Menschenhilfe bedeutet in Rumänien Tierschutz – und umgekehrt.“