Hadersdorf-Kammern

Erstellt am 13. November 2018, 04:49

von Jutta Hahslinger

Stieftochter von Jugendfreund missbraucht: Gefängnis. Mann aus dem Bezirk Krems leugnete abscheuliche Taten, aber die Schöffen schenkten ihm keinen Glauben.

Symbolbild  |  271 EAK MOTO/Shutterstock.com

„Nicht schuldig“, erklärte der heute 38-jährige Bosnier vor Gericht zu dem Vorwurf, die minderjährige Stieftochter des in einem Ort im Raum Hadersdorf lebenden Jugendfreundes sexuell missbraucht, mehrfach vergewaltigt und mit Gewaltandrohungen und Einschüchterungsversuchen genötigt zu haben.

„Die ersten sexuellen Übergriffe an der damals erst 12-Jährigen setzte der Angeklagte, als die Familie 2015 in Bosnien bei ihm urlaubte. Bei Gegenbesuchen im Bezirk Krems lauerte er dem Mädchen in den Folgejahren 2016 und 2017 immer wieder auf, packte es gewaltsam und vergewaltigte es“, führte die Staatsanwältin aus.

Nach dem Anklagevortrag erfolgte der Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Prozess zog sich bis in die Abendstunden. Gegen 21 Uhr erfolgte das Urteil mit acht Jahren Gefängnis.

In der Urteilsbegründung erläuterte die Richterin, dass der Schöffensenat der Beteuerung des Angeklagten, der Sex mit der Minderjährigen sei einvernehmlich und ohne Gewaltanwendung erfolgt, nicht geglaubt hat.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte meldete sofort Rechtsmittel an.