Krems

Erstellt am 19. Oktober 2018, 21:53

von Martin Kalchhauser

150 Jahre, aber „jung“ wie nie. BH Krems öffnete die Türen und präsentierte sich zum Jubiläum als topmoderner Dienstleistungsbetrieb. Viele Attraktionen für die Gäste.

Das 150-jährige Jubiläum der Bezirksverwaltungsbehörden in (etwa) der heutigen Form war Anlass für offene Türen an der Bezirkshauptmannschaft Krems. Hunderte Gäste strömten ins Amtshaus zwischen Ringstraße und Drinkweldergasse, um Einblick in den Betrieb zu bekommen.

Schulklassen nützten Besuchs-Gelegenheit

Waren es am Vormittag vor allem Schulklassen, die den Weg in die Amtsräume fanden, kamen gegen Mittag auch interessierte Bürger aus dem ganzen Bezirk, um sich zu informieren. Neben den eigenen Angeboten gab es Präsentationen zahlreicher Vereine und Organisationen, darunter das Rote Kreuz, die Feuerwehren, Polizei, Bundesheer, Bergrettung und Zivilschutzverband.

Behörde präsentierte sich auch als Arbeitgeber

Aber auch die Präsentationen der fünf Abteilungen des Hauses fanden reges Interesse. So konnte man in der Strafabteilung mit Hilfe einer Brille testen, wie es sich anfühlt, mit 1,3 Promille Alkohol im Blut unterwegs zu sein. Auch informative Schautafeln wie die der Fortabteilung fanden Anklang. Nicht vergessen wurde, auf die Attraktivität einer Anstellung im Landesdienst zu verweisen und vor allem bei den jungen Gästen für die Jobs im Haus die Werbetrommel zu rühren.

Volles Haus beim Festakt „150 Jahre“

Beim Festakt „150 Jahre BH Krems“ begrüßte Gastgeberin Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer eine Vielzahl an Gästen, an der Spitze Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und den Landtagsabgeordneten Josef Edlinger.

Zahlreiche Bürgermeister und Alt-Bürgermeister – stellvertretend willkommen geheißen wurden Stadt-Vize Eva Hollerer und Gemeindeverbandsobmann Anton Pfeifer aus Grafenegg – sowie ihre beiden Vorgänger Gerhard Hetzer und Werner Nikisch.

Ihre Ausführungen über die 150-jährige Geschichte („Die Bezirksverwaltungsbehörden waren immer ein stabiler Faktor in der Geschichte des Landes!“) verfolgten aber unter anderem auch Polizei-Bezirkskommandant Manfred Matousovsky, der Kremser Posten-Chef Herbert Prandtner, Rotkreuz-Chef Johann Paul Brunner, Bundesheer-Oberst Franz Langthaler und Dorferneuerungsobfrau Maria Forstner.

Landesrätin von Vielfalt beeindruckt

Unter den Gästen lauschten den Worten der ersten Bezirkshauptfrau in Krems (die zuvor in Melk die erste Frau des Landes in dieser Funktion gewesen war) auch AMS-Chef Erwin Kirschenhofer, Bezirksbauernkammer-Obfrau Ida Steininger und Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Herbert Aumüller. Landesrätin Teschl-Hofmeister zeigte sich überrascht von der Vielfalt der Leistungen, die die BH für die Bürger erbringt, obwohl sie früher als Journalistin des Öfteren Kontakt mit deren Vertretern hatte.

Bezeichnung „Tintenburg“ längst überholt

„Dass man das Haus als ,Tintenburg‘ bezeichnen könnte, darauf wäre ich nie gekommen“, konstatierte sie einen Wandel von der Verwaltung zur Gestaltung mit modernsten Mitteln. Vor allem die Einrichtung des „One-Stop-Shops“ für mehrere Dienstleistungen sei eine wichtige Verbesserung für die Betroffenen gewesen. Die moderne Bezirksverwaltungsbehörde in den modernen Räumlichkeiten, die erst 2011 bezogen wurden, hinterließ jedoch nicht nur bei der Festrednerin, sondern auch bei den meisten anderen Besuchern einen positiven Eindruck.