FF-Sorgen im Bezirk Krems wachsen. Bedingungen erschwert: Weniger Arbeit und steigende Unsicherheit brachte das abgelaufene Feuerwehr-Jahr im Bezirk Krems.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. April 2021 (05:14)
Einzig bei den technischen Einsätzen verzeichneten die heimischen Feuerwehren 2020 trotz der Lockdowns eine Steigerung. Hier waren FF-Mitglieder bei einer Kollision zweier Pkws auf der B 37 bei Gföhl im Einsatz.
Archiv/Manfred Wimmer

13 % weniger Einsätze als im Jahr 2019 und fast 40 % weniger Einsatzstunden brachte das Jahr 2020 für die 122 Feuerwehren in Stadt und Bezirk Krems.

Noch mehr schmerzen die Lockdowns die Wehren jedoch bei der Jugendarbeit, die zeitweise stillstehen musste. Der Nachwuchs schrumpfte um rund ein Zehntel. „Ältere Mitglieder sterben und die Jugend fehlt uns“, sieht auch FF-Bezirkskommandant Martin Boyer die Entwicklung als dramatisch. Dass es weniger Einsätze gab, ist in manchen Bereichen logisch. So sank die Zahl der Brandsicherheitswachen (bei Veranstaltungen) um 60 Prozent!

Zunehmende Sorgen bereiten die fehlenden Einnahmemöglichkeiten durch den Ausfall aller Feste. „Es werden eiserne Reserven angezapft“, erzählt Boyer aus der Praxis. „Das eine oder andere Projekt wird aufgeschoben werden müssen.“

Dass in der Statistik eine Feuerwehr weniger zu finden ist, geht auf die Auflösung der Eybl-Betriebsfeuerwehr zurück. Boyer: „Wir wollen von den Betriebsfeuerwehren mit Ausnahme der großen wie in der Justizanstalt Stein wieder weg. Professionalität muss Vorrang haben.“

Freude macht der hohe Frauenanteil in den Wehren, in denen es seit heuer ja auch erstmals zwei Kommandantinnen gibt. Mit 559 Frauen geht es Richtung zehn Prozent.