Rekordergebnisse für Regionalbanken in Gföhl

Erstellt am 06. August 2022 | 04:23
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Die Vertreter der Gföhler Regionalbanken blicken auf erfolgreiche Ergebnisse 2021 zurück: Raiffeisen-Bankstellenverbandsleiter Othmar Gafgo, Sparkassen-Regionaldirektorin Monika Knödlstorfer und Volksbank-Regionalleiter-Stellvertreter Peter Maurer (v. l.).
Foto: Gerald Mayerhofer
RaiBa punktet mit niedriger Kostenstruktur, Sparkasse weist 21 Prozent Eigenkapitalquote aus, Volksbank zahlt Staatshilfe zurück.

 Die drei Regionalbanken in Gföhl – die Raiffeisenbank Region Waldviertel Mitte, die Waldviertler Sparkasse Bank AG und die Volksbank NÖ AG – fuhren 2021 Rekordergebnisse ein. Alle drei Institute weisen stabile Betriebsergebnisse und solide Eigenkapitalpolster auf.

Die Pandemie hat das Verhalten der Kunden nachhaltig verändert: Obwohl der Stellenwert der persönlichen Beratung in den Bankfilialen sehr hoch ist, werden Service-Agenden und der Zahlungsverkehr großteils elektronisch abgewickelt.

Das beweisen die Zahlen der Waldviertler Sparkasse: Während Bankomatbehebungen um ein Viertel zurückgingen, stieg die Zahl der Kartenzahlungen um rund 15 Prozent an. Mit einem Plus von 380 Prozent ist die Zahl der Online-Transaktionen mit Debitkarten förmlich „explodiert“. Die Zahl der Online-Banking-Verfüger erhöhte sich von 24.000 Anfang 2020 auf nunmehr rund 26.000.

Ein verändertes Kundenverhalten und die hohe Inflation betrifft die gesamte Wirtschaft. Volksbank NÖ-Generaldirektor Rainer Kuhnle sieht NÖ aber dennoch gut aufgestellt: „Eine nachhaltige Inflation wird nicht erwartet. Dadurch sollten negative Effekte auf die Banken überschaubar bleiben. Wir sehen 2022 eine erwartbare höhere Insolvenzquote – ein Nachholeffekt auf das Auslaufen der Corona-Maßnahmen.“ Die Volksbanken haben aufgrund des hervorragenden Ergebnisses vor, den Restbetrag der Staatshilfe heuer vorzeitig zurückzuzahlen.

Auch die Raiffeisenbank Region Waldviertel Mitte wies 2021 – mitunter aufgrund einer höheren Ausschüttung aus einer Beteiligung – einen Rekordüberschuss aus. Das Institut verzeichnete ein Cost-Income-Ratio von 44,3 Prozent, was bedeutet, dass einem Euro Ertrag nur 44,3 Cent an Aufwendungen gegenüber standen. Der Bankendurchschnitt liegt zwischen 60 und 70 Prozent. Mit dieser Ertragskraft sieht man sich für die Zukunft gut aufgestellt.