Bombendrohung: „Fall Kampusch“ als Motiv?

Erstellt am 22. August 2011 | 00:00
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Natascha Kampusch
Foto: NOEN
GROSSALARM /  Aufregung im Gefängnis: In einem Brief an die Justizanstalt wurde ein Sprengstoffanschlag angekündigt.

VON UDO SAGL

KREMS-STEIN, OBERFUCHA /  Offiziell gibt es den Vorfall gar nicht: Informationssperre! Trotzdem wurde bekannt, was sich am vergangenen Donnerstag in der Außenstelle Oberfucha der Justizanstalt Stein ereignet hat.

Ein Großaufgebot von Beamten suchte mit Spürhunden stundenlang nach Sprengstoff. Denn ein unbekannter Täter hatte in einem Brief eine unmissverständliche Bombendrohung zum Ausdruck gebracht. Der Großalarm konnte schließlich wieder abgeblasen werden. Von einer Bombe und einem möglichen Attentäter fehlte jede Spur.

In Oberfucha sind derzeit rund 30 Häftlinge zur „Entlassungsvorbereitung“ untergebracht. Sie arbeiten dort in vier Betrieben und nächtigen auch in der Außenstelle.

Möglicher Hintergrund der Bombendrohung: Ein Insasse von Oberfucha, ein 49-jähriger Wiener, behauptet seit Monaten standhaft, er kenne die wahren Hintergründe zum „Fall Natascha Kampusch“. Er sei bereit auszupacken, werde aber nicht ernstgenommen. Außerdem berichtet der Häftling, er sei bereits mehrfach mit dem Umbringen bedroht worden – nun prüfen die Behörden eventuelle Zusammenhänge. Denn auch am Arbeitsplatz seiner Freundin in Wien gab es Bombenalarm.