Langenlois: Eine Operette als Rückschau. Rudolf Frey führt zum dritten Mal Regie. Andreas Stoehr in seiner letzten Intendanz- und Dirigenten-Saison in Haindorf.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 18. Juli 2019 (12:39)
Johann Lechner
Das künstlerische Team der diesjährigen Operette: Intendant und Dirigent Andreas Stoehr, Regisseur Rudolf Frey, die Sänger Ethel Merhaut, Elke Hartmann, Franz Gürtelschmied, Johannes Terne und Netta Or, Kostümbildnerin Aleksandra Kica und die Sänger Erwin Belakowitsch und Stefan Wunder.

Ein Stück „zwischen Weinen und Lachen“, in einer Zeit des Übergangs, eine „Rückschau in eine untergegangene Welt“, so beschreibt Rudolf Frey die Intention der „Csardasfürstin“ (Premiere am 25. Juli), bei der er nach der „Lustigen Witwe“ 2017 und, noch unter Intendant Uwe Theimer beim „Dreimäderlhaus“ 2012, nun zum dritten Mal in Haindorf („ein kreativer und schöner Ort“) Regie führt.

Die Operette steht nach 2008 zum zweiten Mal in Haindorf am Programm. Von Emmerich Kalman geschrieben am Beginn des Ersten Weltkriegs, sei die Csardasfürstin ein „sehr österreichisches“ Stück, habe eine „fast filmische Wirkung“, eine „besondere Aura“, sagt Intendant Andreas Stoehr, dass für ihn zum Abschied seines Engagements in Langenlois die Csardasfürstin ein „Herzensstück“ sei.

Die Bühne verdeutlicht die „Übergangs-Stimmung“ durch Stufen, alte Betonrahmen und -Bögen, alles Leihgaben vom Bauhof der Bauakademie.

Das Sängerteam ist zum Teil neu und „von Veteranen durchsetzt“ (Stoehr): Netta Or debütiert als Sylva Varescu, ebenfalls zum ersten Mal treten Ethel Merhaut und Elke Hartmann in Haindorf auf. Schon öfters dabei waren Franz Gürtelschmied und Steven Scheschareg, fast schon ein Langenloiser „Urgestein“ ist Erwin Belakowitsch.