Digitalisierung auch bei "Oldies" im Visier. Die für das Vorantreiben der Digitalisierung in Österreich zuständige ÖVP-Ministerin Margarete Schramböck besuchte gemeinsam mit Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav Krems.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. April 2019 (10:33)

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen dabei die Eröffnung vermehrter Chancen der digitalen Welt für Senioren. Für Staunen und Freude bei den Gästen sorgten aber auch besondere und erfolgreiche Anstrengungen Kremser Unternehmen auf dem Gebiet neuer Technologien.

Aufholbedarf in Österreich

Im EU-weiten Vergleich liegt Österreich nur an achter Stelle bei den digitalen Fähigkeiten der Bürgerinnen und Bürger. Hinzu kommt der anhaltende heimische Fachkräftemangel im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Initiative fit4internet bietet dabei eine Chance. Bedarfsgerechte Trainings unterstützen bei der Nutzung von Internet & Co.

"Kaffee Digital" für Oldies

Den programmatischen Auftakt der Initiative markierte in einem ersten Schritt das Schnupperformat „Kaffee Digital“, das auf die Generation 60+ zugeschnitten wurde, um Seniorinnen und Senioren zu ermöglichen, erste sichere Schritte in Richtung Online-Welt setzen zu können. Eröffnet wurde der Schnupperkurs in Krems im neuen Restaurant in der Landesgalerie, dem "Poldi Fitzka" des Gastronomen Harald "Harry" Schindlegger.

1.500 Senioren geschult

Schramböck überzeugten sich an Ort und Stelle davon, wie professionelle Trainer grundlegende Anwendungsmöglichkeiten im Umgang mit mobilen Geräten. Ebenso zeigten sie den Teilnehmern, wie über Smartphones und  Tablets mit der Umwelt kommuniziert und interagiert wird. Seit September konnten österreichweit bereits über 1.500 Senioren niederschwellig geschult werden.

"Digitaler Wandel ist Chance"

Landesrätin Bohuslav: „In Niederösterreich sehen wir den digitalen Wandel als Chance. Deshalb ist es uns wichtig die Menschen im Land fit für die Digitalisierung zu machen. Das ‚Kaffee Digital‘ ist eine tolle Initiative und ergänzt perfekt unser Angebot." Ministerin Schramböck: „Fit für das Internet zu sein, bedeutet, neben technischen Fertigkeiten auch digitale Medien kompetent und reflektiert zu nutzen. Alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger müssen das ‚Einmaleins‘ des digitalen Alltags beherrschen, um an der digitalen Gesellschaft teilhaben zu können."

Aufbruch zu neuen Ufern

Weitere Programmpunkte waren der Kontakt mit Verantwortlichen der Kremser Firma AVI Systems, die gerade an einem Projekt intelligenter Sensorik arbeitet und sich auch im Bereich der Thematik des "Toter-Winkel-.Assistents" zu neuen Ufern aufbricht. Eindrucksvoll waren auch die Ausführungen am Campus in der Rechten Kremszeile, wo Schrambück und Bohuslav in Begleitung des EU-Kandidaten Lukas Mandl die Firma MBIT Solutions besuchten.

Lob für Fachkräfte-Initiative

Ein weiterer Stopp wurde bei Metadynea im Industriegebiet eingelegt. Dort beeindruckten die hohe Innovationsrate ebenso wie das besondere Engagement in der Lehrlingsausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ebenfalls auf dem Programm stand ein Besuch in der Wachau, wo man im seit 175 Jahren im Besitz der Familie Prankl stehenden Schiffsmeisterhaus in Spitzer Ortsteil Hinterhaus einkehrte.