Flohmarkt fürs Fagott in Spitz

Das Katholische Bildungswerk Spitz unterstützt die Renovierung historischer Musikinstrumente.

Gertrude Schopf Erstellt am 19. September 2021 | 05:52
Flohmarkt Spitz
Bilder, Geschirr, Bücher ... am Flohmarkt auf dem Kirchenplatz konnte man
schöne alte Dinge zugunsten der Reparatur historischer Instrumente erstehen. Im Bild: Kunsthistoriker Herbert Giese, Organisatorin Ingrid Koch, Obfrau des Katholischen Bildungswerkes Spitz, Wachauchor-
Obmann Claus Hamberger, Doris Morth, Gustav Bergmaier und Pfarrer Peter Rückl (von links).
Foto: Chris Leneis

Historische Instrumente zu renovieren und wieder zu bespielen, ist für den Wachauchor Spitz nichts Neues und ein wichtiges Anliegen. So wurden etwa vor zehn Jahren in der Pfarrkirche zwei barocke Kesselpauken aus der Zeit um 1700 gefunden und restauriert, sie kommen nun wieder bei Kirchenmusikaufführungen des Wachauchors zum Einsatz.

Im Vorjahr wurde der Innenraum der Kirche renoviert und wieder entdeckte Chorleiter Michael Koch da alte Musikinstrumente: ein Fagott und zwei Trompeten.

Das Fagott ist Ende des 18. Jahrhunderts im süddeutschen Raum gebaut worden, wie durch Recherchen und Expertisen von Instrumentenbauern aus der Schweiz, Frankreich und Österreich herausgefunden werden konnte. Das Instrument kann repariert, fehlende Teile können ersetzt werden, so kann es wieder spielbar gemacht werden.

Die Schweizer Werkstätte Bassetto übernimmt diese Aufgabe; als Erstes sind damit die Kosten von geschätzten 2.500 Euro für die Reparatur des Fagotts aufzubringen. Das Katholische Bildungswerk Spitz unterstützt das Projekt, hat am Wochenende einen Flohmarkt auf dem Kirchenplatz organisiert. „Der Erlös kommt der Reparatur der historischen Instrumente zugute, wird aber natürlich auch für die bereits durchgeführte Sanierung der Kirchenorgel verwendet“, erzählt Obfrau Ingrid Koch.

Auch eine der beiden Trompeten, eine barocke Naturtrompete aus dem 18. Jahrhundert der Wiener Hof-Werkstätte Anton Kerner, soll (in Frankreich) restauriert werden.