Koch-Performance im Kremser Museum. Die Ausstellung „Das Leben ein Festmahl? Feiern in Krems“ setzt stark auf Einbindung des Publikums.

Von Petra Vock. Erstellt am 15. Juni 2019 (04:23)
privat
Rainer Prohaska: „Die Gäste bauen eine Küche und kochen eine Suppe.“

Kulturgeschichte und Kunst vereint die Ausstellung „Das Leben ein Festmahl? Feiern in Krems“, die am Samstag im „museumkrems“ eröffnet wird. Zu sehen sind zum einen Leihgaben der Bevölkerung und Objekte aus dem Depot, zum anderen Kunst von „Eat Art“-Begründer Daniel Spoerri und dem Kremser Künstler Rainer Prohaska. Die NÖN sprach mit Prohaska, der sich seit 18 Jahren künstlerisch mit Kochen beschäftigt und bei der Eröffnung das Publikum einbinden wird.

Was erwartet das Publikum bei Ihrer Performance „Lunchbox“?

Rainer Prohaska: Die Gäste werden einen Turm aus Holzprofilen zerlegen und mithilfe von genauen Anleitungen eine Küche bauen, die Zutaten platzieren, und am Schluss wird gemeinsam eine Suppe gekocht.

Gibt es einen Plan B, falls das Publikum dabei scheitert?

Wir haben das in Hongkong, Moskau, Schanghai schon ausprobiert. In Österreich ist es im öffentlichen Raum eine Premiere. Keine Ahnung, wie sich die Kremser anstellen, aber es wird schon funktionieren. Das Ziel ist sowieso nicht das perfekte Ergebnis, sondern zu sehen, wie die Leute damit umgehen. Außerdem könnte ich eingreifen – was bis jetzt aber noch nie notwendig war.

Die Performance soll Teil der Ausstellung werden. Inwiefern?

Zum einen wird die Küche ein Teil der Ausstellung bleiben, und zum anderen werden meine sogenannten „Drip Paintings“ gezeigt, eine Art Schüttbilder. Die sind aus Abfällen und Speiseresten entstanden, die ich bei früheren Performances eingesammelt habe.