Lebensgefahr! Naturlehrpfad wird zu Sperrgebiet. Forstmaßnahmen im Reisperbachtal. Stadtrat Martin Sedelmaier verspricht rasche Arbeiten und Baumpflanzungen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 03. Januar 2019 (06:06)
Foto: Martin Kalchhauser
Stadtrat Martin Sedelmaier mit zwei umgestürzten Eschen. Viele weiteren Bäume drohen ebenfalls auf die Wanderer zu stürzen.

Zum forstlichen Sperrgebiet erklärt werden muss der Naturlehrpfad durch das Reisperbachtal für drei Monate. Grund: Für die Spaziergänger und Wanderer besteht durch umstürzende Eschen Lebensgefahr. Eine Forstfirma wird umgehend den gesamten, vom tödlichen Pilz befallenen Eschenbestand entlang des Baches entfernen.

Der Pilz, das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“ (Hymenoscyphus fraxineus), der vor rund 20 Jahren aus Japan eingeschleppt wurde, ist auch im beliebten Naturlehrpfad angekommen. Jetzt zieht die Stadt Krems die Konsequenzen.

„Die Maßnahme ist aus Sicherheitsgründen leider notwendig“, erläutert der zuständige ÖVP-Stadtrat Martin Sedelmaier. „Es ist uns bewusst, dass es hier um eines der kostbarsten Naherholungsgebiete der Kremser geht. Deshalb wollen wir schnell handeln“, appelliert er zugleich an das Verständnis von Naturliebhabern und Freizeitsportlern.

„Die Entfernung des Eschenbestandes ist aus Sicherheitsgründen leider notwendig.“Stadtrat Martin Sedelmaier

Ab Anfang Jänner wird der Naturlehrpfad bis zur Hubertushütte forstliches Sperrgebiet und darf nicht betreten werden. Das Sperrgebiet ist durch gelbe Hinweistafeln gekennzeichnet. Die Güterstraße in diesem Bereich bleibt zwar offen, sie wird aber von den Arbeitsfahrzeugen für den Abtransport genutzt. Die Arbeiten sind bis Ende März anberaumt. Danach ist die Aufforstung der betroffenen Waldstücke mit Ahornbäumen und Schwarzerlen geplant.

Die gute Nachricht am Rande: Die Buchen an den Waldhängen im Reisperbachtal sind gegen diesen Pilz resistent und müssen nicht entfernt werden.

Von aktuellen negativen Entwicklungen im Bereich des Forstes ist die Stadt auch am Neuberg oberhalb von Egelsee betroffen. Kiefern-Bestände dort sind zu Opfern der Trockenheit geworden und müssen ebenfalls in umfangreichem Ausmaß gefällt werden. Sedelmaier: „Zum Glück gibt es in diesem Bereich einen jungen Eichenbestand. Dieser Wald wird auf lange Sicht ein Eichenwald werden.“