Schülertransport „bis ins Klassenzimmer“. Weil Eltern Schüler der Volksschule Grafenegg-Etsdorf am Morgen bis vor das Schultor bringen, sorgen sie für Chaos.

Von Christian Leneis. Erstellt am 12. Oktober 2019 (03:40)
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Ein Bild, wie es sich tagtäglich vor dem Eingang der Volksschule Etsdorf abspielt: Eltern, die ihre Kinder möglichst nahe an das Schultor bringen wollen, sorgen für stockenden Verkehr an der Hauptstraße. Dabei gilt in diesem Bereich ein Halte- und Parkverbot. Das sorgt nicht nur in Elternkreisen, sondern auch bei Experten für Kopfschütteln.

„In Zeiten, in denen über den Bewegungsmangel von Schülern diskutiert wird, erscheint es als wenig intelligent, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto beinahe ,bis in das Klassenzimmer bringen’“, macht ein Experte seinem Unverständnis Luft. Denn so ein Vorgehen wie in Etsdorf lässt sich auch an vielen anderen Schulen beobachten. In Etsdorf wird das Problem durch die laufenden Bauarbeiten am Schulgebäude noch verschärft, denn die Baufahrzeuge benötigen auch jede Menge Platz.

Grafeneggs Bürgermeister Anton Pfeifer hat eine Lösung – diese müsste von den Eltern aber auch angenommen werden: Hinter der Schule, beim Musikheim, gibt es ausreichend Platz, mit seinem Fahrzeug zu halten und sein Kind aussteigen zu lassen. Von hier aus könnten die Kinder beim Tennisplatz vorbei zur Schule gehen – ohne dabei von Autos gefährdet zu werden.