Stadt Krems dreht Lichter ab, Solarium sperrt zu

Erstellt am 28. September 2022 | 05:38
Lesezeit: 2 Min
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Das „Suntastic Solarium & Café“ schließt wegen der exorbitanten Strompreise und ausbleibender Kunden vorübergehend. Inhaberin Marlene Gruber hofft auf eine Wiedereröffnung im Frühjahr.
Foto: Aschauer
Gebäude und Denkmäler in der Stadt Krems werden ab 22 Uhr nicht mehr angestrahlt. In Rehberg schließt ein Sonnenstudio vorübergehend seine Pforten.

Was einige Städte in Niederösterreich schon vor einigen Wochen bekannt gegeben haben, setzt jetzt auch Krems um. Öffentliche Gebäude, Denkmäler und Kirchen werden ab 22 Uhr nicht mehr beleuchtet.

„Energie ist in aller Munde – wir müssen sparen. Wir setzen ein sichtbares Zeichen, indem wir alle markanten öffentlichen Gebäude ab 22 Uhr nicht mehr beleuchten. Die Natur und Umwelt sollen geschont werden, das Licht optimiert, Energie gespart – und nicht nur für eine Nacht“, sagt Bürgermeister Reinhard Resch zu der Maßnahme, die anlässlich der Earth Night am vergangenen Freitag erstmals umgesetzt wurde. Licht aus heißt es seitdem etwa beim Dom der Wachau, der Piaristenkirche oder dem Steiner Tor. Die Stadt erhofft sich dadurch auch, die Bürger animieren zu können, Zuhause unnötiges Licht abzudrehen.

So kann ich das Geschäft nicht mehr lukrativ führen Solarium-Inhaberin Marlene Gruber

Stark von den steigenden Energiepreisen betroffen sind Sonnenstudios. Das „Suntastic Solarium & Cafe“ in Rehberg zog jetzt die Reißleine und sperrte mit 27. September vorübergehend zu. „Die Strompreise haben sich im Vergleich zu früher verdreifacht, so kann ich das Geschäft nicht mehr lukrativ führen. Hinzu kommt, dass die Menschen nicht wissen, was auf sie zukommt und sich deswegen diesen Luxus derzeit nicht gönnen“, erklärt Inhaberin Marlene Gruber ihre Beweggründe.

Die Alternative zur Schließung wäre eine Verdoppelung der Preise gewesen. Bislang zahlte man in ihrem Studio an der Rehberger Hauptstraße zwölf Euro für eine 15-minütige Auszeit auf einer starken Sonnenbank. „24 Euro würde ich selbst nicht bezahlen“, sagt Gruber. Die 31-Jährige hofft auf eine Wiedereröffnung im Frühjahr, bis dahin wird sie ihren Fokus auf den Familienbetrieb, einen Ledergroßhandel, legen.

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