Krems-Stein: FF rettete Katze aus brennender Wohnung. Freitagabend mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Krems zu einem Wohnungsbrand in der Steiner Altstadt ausrücken. Eine Katze verdankt den Silberhelmen ihr Leben.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 17. April 2021 (09:30)

Mit den Feuerwachen Angern, Rehberg und zwei Zügen der Hauptwache rückte die Kremser Feuerwehr am Abend des 16. April gegen 19.30 Uhr in die Steiner Altstadt aus.

Parkende Pkw waren im Weg

Obwohl die Kremser Feuerwehr auf kompakte Einsatzfahrzeuge setzt, war die Zufahrt zum Ziel in der Neutorgasse durch parkende Autos eine Herausforderung. Bereits auf der Anfahrt rüsteten sich die Helfer mit Atemschutzgeräten aus und gingen nach kurzer Einweisung des Gruppenkommandanten sofort in die Brandwohnung, um den Löschangriff zu starten.

Strom und Gas rasch abgesperrt

Auch in den beengten Verhältnissen in der Steiner Altstadt konnte das standardisierte Vorgehen bei Brandeinsätzen mit vollem Erfolg angewandt werden und so ein größerer Schaden verhindert werden. Zeitgleich wurde durch den Energieversorger noch Strom und Gas abgestellt, um das Gefahrenpotential zu verringern. 

Katze befand sich im Brandobjekt

Die Einsatzleitung teilte dem Atemschutztrupp über Funk mit, dass sich auch noch eine Katze im Gebäude befinde. So startete man gleichzeitig eine Suchaktion nach dem Stubentiger, der wenig später völlig verängstigt und verrußt, jedoch bei Bewusstsein ins Freie gebracht werden konnte. 

Katze genoss perfekte Betreuung

Während die Brandbekämpfung weiter andauerte und ein weiterer Trupp in den betroffenen Gebäudebereich entsandt wurde, genoss die Katze eine Fellwäsche und bekam vom Ambulanzdienst des Roten Kreuzes Sauerstoff verabreicht. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Tier Verletzungen davongetragen haben könnte, kümmerte sich ein Teil der Mannschaft um einen Transport zu einem Tierarzt.

Rauch aus Wohnung geblasen

Der Ursprung des Brandes dürfte im Badezimmer gewesen sein, die giftigen Rauchgase hatten sich durch die gesamte Wohneinheit gezogen. Durch das schnelle Handeln der Einsatzkräfte, war der Brand rasch gelöscht, und der Wohnbereich konnte mithilfe der neuen akkubetriebenen Druckbelüfter vom Brandrauch befreit werden. 

43 Helfer standen im Einsatz

Nach etwa 90 Minuten wurde der Einsatz der insgesamt 43 Helfer, die mit neun Fahrzeugen angerückt waren, beendet. Schon während die kontaminierte Schutzbekleidung sowie die Atemschutzgeräte gereinigt wurden, waren dank neuer Atemschutzgeräte sowie -masken alle beteiligten Feuerwachen wieder einsatzbereit. 

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