Qualmende Reben: FF Egelsee rückte auf Kreuzberg aus. Vergeblich suchten die Helfer der FF Krems-Egelsee auf den Weinbergen nördlich des Stadtteils Stein nach einem Feuer. Ein Mann, der Reben verbrannte, hatte den Fehlalarm ausgelöst. Die FF Krems ersucht um zeitgerechte Informationen über derartige Aktionen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 15. April 2021 (15:04)

Zu einem vermeintlichen Brandeinsatz am Kögel wurde am Vormittag des Dienstags (13. April) die Feuerwache Egelsee gerufen. Der Hilferuf stellte sich aber alsbald als Fehlalarm heraus.

Ortsangaben waren vage

Eine Frau hatte zuvor starke Rauchentwicklung und Flammen in einem Weingarten gesehen und den Notruf 122 gewählt. Der Disponent der FF-Zentrale in Krems schickte die FF Egelsee mit dem Tanklöschfahrzeug zum vermeintlichen Brandherd. Weil es der Anruferin nicht möglich war, genaue Ortsangaben zu machen, mussten die FF-Helfer auf "Brand-Suche" gehen. 

Suche endete erst in Stein

Die Einsatzkräfte entschlossen sich, den Köglweg, den Bereich der Schwarzalm und dann noch die Kreuzbergstraße zu erkunden. Schließlich konnte der vermeintliche Einsatzort oberhalb der Donau-Universität, also viel weiter im Westen der Weinberge nördlich der Stadt Krems, ausgeforscht werden. Die Ursache der Rauchentwicklung: Ein Arbeiter hatte  abgeschnittene Reben in einem Weingarten verbrannt.

Vorgangsweise war erlaubt

Der Mann war zur Sicherheit sogar mit einigen Kanistern Wasser ausgestattet und verbrannte immer nur kleine Mengen an Reben, weshalb seitens der Feuerwehr kein Einschreiten notwendig war. Außerdem ist das punktuelle Verbrennen von abgeschnittenem Rebholz in schwer zugänglichen Lagen in den Monaten März und April erlaubt.

"Arbeiten vorher bekanntgeben!"

Als schwer zugänglich gilt dabei eine Lage, wenn die Zufahrt mit einem Schmalspurtraktor samt Anbaugerät nicht möglich ist. Die Silberhelme appellieren allerdings eindringlich an die Winzer: "Um derartige Fehleinsätze zu vermeiden, bittet die Feuerwehr Krems allerdings dringend darum, derartige Abbrandarbeiten vorab in der Bezirksalarmzentrale Krems unter der Telefonnummer 02732/85522 bekanntzugeben!"