"Filmbar" sperrt zu. Josef Königslehner beendet nach nicht einmal drei Monaten sein Projekt beim Kesselhauskino. Harald Schindlegger springt bei nächstem Filmfrühstück ein, wird das Lokal aber nicht übernehmen.

Von Franz Aschauer. Update am 29. November 2019 (17:25)
Anfang September waren Josef Königslehner und Gattin Birgit Glück noch guten Mutes. Knapp drei Monate später ist das Abenteuer "Filmbar" für den Gastronomen vorbei.
Johannes Mayerhofer

Nach nur drei Monaten als Wirt der "Filmbar" beim Kremser Kesselhauskino hört Josef Königslehner wieder auf. Das kleine Lokal am Uni-Campus hat deswegen ab sofort zu. Der Rückzug des Gastronomen sei aus privaten Gründen erfolgt, wie es auf der Facebookseite des Kinos heißt. Im Gespräch erzählt Königslehner, dass "die Frequenz nicht gepasst" habe und es ihm zu riskant gewesen sei, weiter ein Restaurant zu führen, das eine derart hohe Schwankung bei den Gästezahlen habe. Auf sein Hauptlokal in Hollenburg, das "PortoVelo", hat die Schließung keine Auswirkungen. Das Restaurant an der Donau befindet sich derzeit in der Winterpause und sperrt am 1. April wieder auf. 

Schindlegger ist ausgelastet

Für sein beliebtes Filmfrühstück, das bis dato jeden Sonntag in der "Filmbar" stattgefunden hat, hat das Kesselhauskino eine kurzfristige Ersatzlösung gefunden. Es steigt am kommenden Sonntag, 1. Dezember, ab 10 Uhr, im nicht weit entfernten "2Stein". Was danach passiert, ist noch nicht sicher. Übernehmen will "2Stein"-Chef Harald Schindlegger die "Filmbar" jedenfalls nicht, auch wenn er sogar "eine Idee dafür" hätte. "Ich möchte mein Team nicht überfordern. Wir haben alleine noch bis zum 23. Dezember über 90 Veranstaltungen abzuwickeln", ist Gastronom und Caterer Schindlegger, der seit Kurzem mit der "X-Mas-Bar" im Kloster Und ja noch ein weiteres Lokal hat, ausgelastet. 

Klaus Moser, Geschäftsführer der NÖ Festival und Kino GmbH, bedankt sich bei Schindlegger für dessen kurzfristiges Einspringen. Man sei bereits auf der Suche nach einer Übergangslösung, wenngleich man langfristig natürlich einen Pächter wolle. „Dabei erscheinen uns folgende Punkte besonders wichtig: ein qualitätsvolles Angebot, schnelles Service und der freundliche Umgang mit den Besucherinnen und Besuchern.“ Interessierte Gastronomen können sich unter office@kinoimkesselhaus.at bewerben.

Das Sommerkino beim Kesselhaus, im Hintergrund die „Filmbar“.
Wolfgang Simlinger