Dürnsteiner Stadtrat bemängelt Info-Politik. Studien und Ergebnisse, die die Gemeinde direkt betreffen, sollten laut Tourismus-Stadtrat Weiss allen zur Verfügung stehen.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 06. Juni 2019 (05:55)
Semrad (Dürnstein) bzw. Kalchhauser (Weiss)
Die kleine Stadt Dürnstein sucht seit langem nach einer Lösung für die Steuerung der Touristenströme. Stadtrat Helmuth Weiss (li.) von der FPÖ bemängelt die Informationspolitik der Gemeinde.

Vor zwei Wochen wurde die Studie über den Tourismus in Dürnstein, von der Donau-NÖ-Tourismus-GmbH in Auftrag gegeben, präsentiert ( die NÖN berichtete, siehe hier ).

Foto: Kalchhauser
Stadtrat Helmuth Weiss von der FPÖ bemängelt die Informationspolitik der Gemeinde.

Allerdings nur geladenen Gästen, „und unter diesen befand sich der Dürnsteiner Gemeinderat, der allfällige Maßnahmen zu beschließen hätte, nicht!“, moniert Tourismus-Stadtrat Helmuth Weiss (FPÖ) und ortet eine „völlig verfehlte Informationspolitik“.

Vertiefende Fragen an Autoren möglich?

Nur Bürgermeister Johann Riesenhuber war mit dabei – an ihm wird es nun liegen, die Ergebnisse der Studie seinem Gemeinderatsteam vorzustellen. Ob es da die Möglichkeit gibt, vertiefende Fragen an die Autoren der Studie zu stellen, wird sich weisen ...

„Noch schlimmer“ sei es bei der Info-Veranstaltung über die Fäkalienentsorgung der Donauschifffahrt (die NÖN berichtete ebenfalls ). Die fand auf einem Schiff statt, „und zu der war nicht einmal der Bürgermeister eingeladen“, so Weiss.

Gregor Semrad
Die kleine Stadt Dürnstein sucht seit langem nach einer Lösung für die Steuerung der Touristenströme.

Die Gemeinden an der Donau seien von diesem Problem massiv betroffen und könnten unter Umständen etwas zur Lösung beitragen. Seit kurzem werden in Krems und in Dürnstein Fäkalien von den Schiffen durch Tankwägen abgepumpt.

„Die Frage, was damit vorher passierte, möge jeder für sich beantworten“, ist sich Weiss sicher, dass der Anstoß für strengere Kontrollen auch durch die Dürnsteiner Freiheitlichen erfolgte, die dazu beim damaligen Minister Hofer vorstellig waren.