Lokal schließt wegen Rauchverbot: „Keinen Versuch wert“. Das Gasthaus „Zur weißen Rose“ schließt mit 1. November. Grund dafür ist das Rauchverbot in der Gastronomie.

Von Isabel Schmidt. Erstellt am 29. Oktober 2019 (03:54)
Johann Lechner
Michael Pichler vom Gästehaus „Zur weißen Rose“ sieht aufgrund des bevorstehenden Rauchverbotes keine Zukunft für sein Wirtshaus.

Mit 1. November stellt Michael Pichler, Chef des Gästehauses „Zur weißen Rose“ in Palt, seinen Betrieb ein. Grund ist das beschlossene Rauchverbot in der Gastronomie, welches am selben Tag in Kraft tritt.

„Mit der Beherbergung ist das unvereinbar“

Obwohl Pichler, der das Gasthaus seit März 2017 betreibt, davon ausgeht, dass bei einer Weiterführung mehr Nichtraucher kommen würden, möchte er dem Wirtshaus als Nichtraucherlokal keine Chance geben. „Die Zeit, die ich dann noch drinnen stehen würde, bringt mir nichts mehr. Das ist nicht einmal einen Versuch wert“, sagt der Gastwirt, der im Falle einer Weiterführung vor allem große Umsatzeinbußen aus dem Abendgeschäft befürchten würde. Größere Reservierungen, Feiern und Caterings möchte er weiterhin anbieten.

Den grundlegenden Unterschied zu funktionierenden Nichtraucherlokalen sieht Pichler darin, dass er nebenbei noch das Gästehaus betreibt. „Wenn ich als Hotelbetrieb keinen Raucherbereich mehr anbieten kann, wird es Beschwerden über Lärmbelästigung und noch mehr Probleme wie schlechte Bewertungen durch Anrainer und Zimmergäste, die sich gestört fühlen, geben“, so der langjährige Gastwirt. „Mit der Beherbergung ist das unvereinbar.“ Nicht zuletzt, weil das Gästehaus „um einiges zielführender ist“, wie Pichler erklärt, möchte er dieses weiterhin betreiben.

„Prinzipiell ist es natürlich immer schade, wenn ein Betrieb schließt. Die Entscheidung liegt aber natürlich beim Wirt“, erklärt Bürgermeisterin Gudrun Berger. Aufgrund der Einwohner und der Touristen gehe sie aber davon aus, dass Furth ein Gasthaus sehr wohl tragen würde. „Dafür braucht es ein gutes Konzept und den Willen, Wirt zu sein. Im Zuge des Dorfentwicklungsprojektes wollen wir uns nun auch einem gastronomischen und touristischen Konzept widmen“, so Berger. Zum vieldiskutierten Rauchverbot wollte sich die Bürgermeisterin nicht äußern.