Rettung gescheitert: „Fair“ ist endgültig Geschichte. Lokal am Langenloiser Berg muss trotz intensiver Bemühungen Ende Juni zusperren. Unterstützungsangebot von Tirolerin reichte nicht, um weiterzumachen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 26. Juni 2019 (05:39)
Fair
Christoph und Anna Aichinger (Mitte) sind mit dem „Fair“ leider gescheitert. Am 29. Juni öffnen das Mutter-Sohn-Duo und sein Team zum letzten Mal die Pforten des Gastronomiebetriebes.

Nach Wochen des Bangens ist es nun Gewissheit: Das „Fair“ am Langenloiser Berg muss zusperren. Der 29. Juni ist der letzte Tag für den innovativen Gastronomiebetrieb, der sich am Abend in eine Cocktailbar verwandelt.

„Die Idee des ‚Fair‘ selber ist absolut zukunftsweisend“Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Thomas Hagmann

Für das zehnköpfige Team um Anna und Christoph Aichinger, das zu einem Gutteil aus Menschen mit Behinderung besteht, ist es eine bittere Nachricht, schließlich kämpfte es bis zuletzt mit allen Mitteln um den Fortbestand des Projekts.

Ein Kassasturz Anfang der vergangenen Woche zeigte aber deutlich: Eine wirtschaftliche Fortführung des Lokals ist nicht mehr möglich. Nicht einmal das großzügige Spendenangebot einer Tirolerin, die durch einen ORF-Bericht auf das „Fair“ aufmerksam geworden war, hätte geholfen. Zu gering war das Gästeaufkommen seit der Eröffnung vor einem Jahr.

„Persönlich leid“ tut die Schließung Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Thomas Hagmann, der Anna Aichinger gut kennt. „Die Idee des ‚Fair‘ selber ist absolut zukunftsweisend. Aber jeder Standort, an dem die Frequenz nicht sehr gut ist, ist schwierig. Es gibt einen Spruch zu den drei wichtigsten Faktoren in der Gastronomie: ‚Standort, Standort und Standort“, weiß Hagmann. Die Gastronomie in Krems sieht er trotz des Verlusts „toll aufgestellt und durch Persönlichkeiten getragen, egal ob beim Würstelstand oder im Restaurant“.