Gebühren: Stadt
appelliert an Fairness

Erstellt am 21. Mai 2013 | 07:56
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Nachmeldung | Dachgeschoßausbauten und Wintergärten verändern Berechnungsfläche.
Von Karl Pröglhöf

KREMS | Die Stadt versucht es vorerst mit einer amikalen Methode und schickt nicht gleich „Schnüffler“ aus, die nicht gemeldete Zubauten ausfindig machen, damit Kanal- und Wassergebühren „fair“ abgerechnet werden.

Noch zu Rinke-Zeiten stand ein diesbezüglicher Punkt auf der Tagesordnung des Gemeinderates, wurde im letzten Moment aber zurückgezogen. Nun ist das Thema wieder aktuell.

Konkret geht es darum, dass sich beispielsweise bei Dachgeschoßausbauten oder dem Anbau eines Wintergartens die Berechnungsfläche für die Anschlussgebühren bei Wasser und Kanal ändert. Oft werden diese Zubauten aber nicht gemeldet.

„2013 wurden die Kostensteigerungen bei Kanal und Wasser nicht durch Gebührenanpassungen an die Haushalte weitergegeben. Sie sollen durch eine gerechtere Abrechnung ausgeglichen werden, wofür es notwendig ist, die Berechnungsgrundlagen für die Abgaben auf einen aktuellen Stand zu bringen. Dafür bietet ein von der Stadt Krems aufgelegtes Informationsblatt den Hauseigentümern eine Hilfestellung“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Im Vorfeld hatten Opposi tionsparteien die „Schnüffel aktion“ kritisiert. „Warum soll jemand mehr Anschlussgebühr zahlen, weil er eine bessere Außendämmung angebracht und sich dadurch die Grundfläche des Hauses um ein paar Quadratmeter vergrößert hat?“, lautete die Kritik.

„Darum geht‘s doch gar nicht“, kontert Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ). „Es geht um die Fairness. Wie kommen die ehrlichen Kremser dazu, den vollen Betrag zu bezahlen, während sich andere davor drücken?“ So argumentiert auch ÖVP-Vizebürgermeister Wolfgang Derler.

In einer ersten Phase appelliert man nun an die Hausbesitzer, noch nicht gemeldete Veränderungen dem Anlagenrecht (Gaswerkgasse 9, 02732/801- 432) bekanntzugeben.

Prinzipiell wird das Landesgesetz kritisiert, weil es eine Berechnung nach Flächen vorsieht und nicht nach dem Verbrauch.