Krems: Auf Corona-Demo folgte Anzeige. „Spaziergänger“ kritisierten Maskenpflicht bei Veranstaltung in Krems. Anonymer Beschwerdeführer hat Stadtamtsdirektor Karl Hallbauer & Stadtchef Reinhard Resch im Visier.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. April 2021 (05:07)
Magistratsdirektor Karl Hallbauer (am Foto Zweiter von links) war bei der als „Spaziergang“ angemeldeten Corona-Demo die ganze Zeit über dabei. Hier weist gerade Herbert Prandtner vom Bezirkspolizeikommando die Demonstranten auf die geltende Maskenpflicht hin. 
Martin Kalchhauser

„Missbrauch der Amtsgewalt“ und „fahrlässige Gemeingefährdung“ wirft ein anonymer Anzeiger Stadtamtsdirektor Karl Hallbauer und Stadtchef Reinhard Resch im Zusammenhang mit dem „Spaziergang“ (Corona-Demo) am Sonntag, 28. März, vor.

Konkret habe man bei der Veranstaltung, bei der FFP2-Maskenpflicht galt, auch Menschen, die einen Befreiungsbescheid hatten, genötigt, eine Maske aufzusetzen und damit ihre Gesundheit gefährdet.

„Es gab ein Auskunftsersuchen der Staatsanwaltschaft“, bestätigt Hallbauer. „Wir haben eine schriftliche Stellungnahme geschickt.“ Worum geht es? Es werde erst in den bevorstehenden Strafverfahren geprüft, ob die betreffenden Personen tatsächlich befreit seien. Aber es gehe auch darum, ob eine Stelle, die eine solche Befreiung ausgesprochen hat, dazu befugt war. Erst kürzlich wurde ja ein Arzt wegen Gefälligkeitsatteste für Patienten mit Berufsverbot belegt. „Nach diesen Umständen richtet sich, ob das Strafverfahren eingestellt wird oder nicht.“

Insgesamt gab es am besagten Sonntag 13 Anzeigen, jedoch nicht alle nur wegen Masken-Verweigerung.