Gemeinde zahlte Detektei

Erstellt am 25. März 2013 | 00:00
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Kontroverse / Auch nach dem Abgang von Altbürgermeister Rudolf Danner beschäftigt die „Causa Stieger“ noch Rohrendorfs Gemeinderat.
Von Christian Leneis

ROHRENDORF /  Etwas turbulent ging es in der Gemeinderats sitzung am vergangenen Mittwoch zu: Kosten für Observierungen des „Busenfeindes“ von ÖVP-Altbürgermeister Rudolf Danner - Franz Stieger - und der damit zusammenhängende Bericht des Prüfungsausschusses sorgten für den Auszug der SP- und der Grünen-Fraktion.

Angebliche Kosten für eine Detektei in Höhe von 12.544 Euro, die tatsächlich 5.000 Euro betrugen, waren Ursache für Wortgefechte zwischen Bürgermeister Gerhard Tastl (ÖVP) und Prüfungsausschussobmann Peter Räuschl (SPÖ). Die Kosten der Observierungen begründete Bürgermeister Tastl mit der Absicherung der Rechtssicherheit für die Gemeinde. Immerhin habe Stieger indirekt auch die Gemeinde massiv beschuldigt. Tastl betonte mehrfach, dass sich Altbürgermeister Danner keinesfalls des Missbrauchs von Gemeindegeldern schuldig gemacht habe. Die Kosten sind durch Beschlüsse im Gemeindevorstand gedeckt, denn diese Beschlüsse habe außerdem auch die SPÖ, die ja im Gemeindevorstand vertreten ist, mitgetragen.

Nach der Präsentation des Rechnungsabschlusses für 2012, in dem die fraglichen Kosten für die Detektei enthalten sind, zogen die Sozialdemokraten und die Grünen aus dem Gemeinderat aus. Sie wollten noch „nähere Erläuterungen“. Ingrid Aigner von den Grünen stellte zuvor auch noch den Antrag, bis zur nächsten Gemeinderatssitzung die Gesamtkosten für die „Causa Stieger“ zu ergründen.