Haft für Langenloiser Frauenprügler. Dass er seine Gefährtin geschlagen hat, will 43-Jähriger nicht mehr wissen: Nun bekam er ein Jahr Nachdenkzeit im Knast.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 22. Februar 2019 (04:39)
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Symbolbild

Der übermäßige Alkoholkonsum des Lebensgefährten und die folgenden Streitereien mit Gewaltexzessen seien letztlich der Grund für die Trennung gewesen, erzählte eine 32-jährige Langenloiserin vor Gericht, und sie schilderte: „Selbst Betretungsverbote haben ihn nicht davon abgehalten, gewaltsam in die Wohnung einzudringen und mich zu traktieren. Er beschimpfte mich, schlug und stieß mich durch die Gegend und nahm mir Geld weg. Einmal verstreute er Waschpulver und Lebensmittel in den Zimmern und demolierte Einrichtungsgegenstände. Mit einem Messer hat er 30 Schuhe von mir aufgeschlitzt.“

Mit den Vorwürfen konfrontiert, zuckte der Beschuldigte (43) lapidar mit den Schultern und beteuerte alkoholbedingte Aussetzer: „Ich weiß nicht mehr viel. Ich war halt betrunken.“

Die Strategie des 43-Jährigen, auf volle Berauschung zu setzen, ging nach der Opferaussage nicht auf: „Er konnte mich schlagen und beschimpfen. So betrunken war er nicht, er wusste sehr wohl, was er tat. Das ist nur eine Ausrede.“

Die Richterin glaubte dem Opfer und verhängte über den mehrfach einschlägig Vorbestraften eine einjährige Gefängnisstrafe. Nicht rechtskräftig.