Kinderschänder muss drei Jahre hinter Gitter. Vertrauensverhältnis zu der ehemaligen Pflegefamilie nutzte 26-Jähriger schamlos aus und missbrauchte achtjährige Wahlnichte.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 08. Januar 2019 (04:19)
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Symbolbild

Auch im Erwachsenenalter hatte ein 26-jähriger Langenloiser noch einen sehr guten Kontakt zu seiner ehemaligen Pflegefamilie im Bezirk Krems und deren Angehörigen. Der in einem privaten Pflegezentrum tätige 26-Jährige stand dem Familienverband immer helfend und unterstützend zur Seite. So sprang er auch immer wieder sehr gern als Aufsichtsperson für seine achtjährige Wahlnichte ein.

Der „liebe Onkel“ nutzte das Vertrauen der Eltern und des Kindes aber schamlos aus: Er entkleidete das Kind, setzte es nackt auf seinen Schoß und befriedigte seine sexuellen Begierden. Von September 2016 bis Mitte April 2018 musste das unmündige Mädchen rund zehn Angriffe des Täters über sich ergehen lassen. Der Prozess gegen den Langenloiser fand schließlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Schöffensenat unter der Leitung von Richterin Monika Fasching-Lattus verurteilte den 26-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Missbrauchs eines Vertrauensverhältnisses zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe. Nicht rechtskräftig.