Gföhl

Erstellt am 07. Dezember 2018, 12:22

von Martin Kalchhauser

Öl-Alarm nach Tankwagen-Unfall. Lkw stürzte bei Ausweichmanöver um. Feuerwehr stand über acht Stunden im Einsatz.

In Folge eines Ausweichmanövers stürzte am 5. Dezember kurz nach 8.30 Uhr auf einer Nebenstraße in Gföhleramt ein mit Heizöl beladener Tankwagen des Raiffeisen-Lagerhauses Zwettl um. Bei der Bergung waren die Einsatzkräfte insgesamt über acht Stunden lang extrem gefordert. Beim Umpumpen des Inhalts liefen rund 100 Liter Öl aus und gerieten ins Erdreich.

Schwerfahrzeug kippte über Böschung

Eine Lenkerin eines Pkw, eine 41-Jährige aus Zöbing, war dem Schwerfahrzeug auf dem engen Rotkreuzweg Richtung Gföhleramt entgegengekommen. Beide wichen nach rechts aus – und dabei passierte das Missgeschick. Der Lenker des Lkws, ein 60-Jähriger aus Ladings, geriet mit den rechten Rädern auf das Bankett. Dieses gab nach, und der Brummi stürzte seitwärts um und blieb auf der Böschung mit den Rädern nach oben liegen.

Verlegte Ventile erschwerten Arbeiten

Die Einsatzkräfte, die zu Hilfe eilten, waren stark gefordert. Während der Lenker vom Roten Kreuz mit leichten Verletzungen ins Kremser Krankenhaus eingeliefert wurde, begann die FF Gföhl mit den Bergearbeiten. Weil die seitlichen Ventile durch den Unfall verlegt waren, konnten die rund 10.000 Liter Heizöl, die der Laster an Bord hatte, nicht einfach abgepumpt werden. Nach Rücksprache mit dem RLH Zwettl entschieden sich die Helfer, das Öl über die Domdeckel abzupumpen.

100 Liter Heizöl gerieten in Ackerboden

Obwohl das Fahrzeug gegen ein weiteres Abrutschen gesichert war und die Silberhelme beim mehrere Stunden in Anspruch nehmenden Abpumpen größtmögliche Vorsicht walten ließen, gerieten dabei rund 100 Liter des Heizöls ins Erdreich des angrenzenden Ackers. Deshalb musste nach der Bergung des Schwerfahrzeugs auch noch Erdreich im Ausmaß von rund 50 Quadratmetern einen halben Meter tief abgebaggert und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden.

Lkw mit Seilwinden und Traktor aufgestellt

Nachdem der Tank entleert war, stellten die Feuerwehren Gföhl und Krems mithilfe von vier Seilwinden und der Unterstützung durch einen starken Traktor wieder auf die Räder. Den Abtransport des beschädigten Lastwagens organisierte das Lagerhaus selbst.