Schreckschuss auf anderen Lenker: Prozess. Weil er sich bedrängt fühlte und frustriert war, griff ein 19-jähriger Felser zur Waffe: Acht Monate bedingt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 17. April 2019 (06:03)
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Symbolbild

„Es war gegen 13 Uhr und ich war auf der Landstraße 45 unterwegs, als vor mir ein BMW-Lenker im Zick-Zack-Kurs fuhr“, schilderte ein Engabrunner (30) vor Gericht die Verkehrssituation am 28. Februar dieses Jahres bei Grafenegg.

„Das Fahrerfenster ging runter, und ich sah eine Hand mit einer Waffe“

Dann sei der Wagen plötzlich vor dem Schloss Grafenegg Richtung Kamp eingebogen und habe gestoppt: „Das Fahrerfenster ging runter, und ich sah eine Hand mit einer Waffe. Bis ich realisiert habe, dass er in meine Richtung gezielt und einen Schuss abgegeben hat, ist er schon wieder weitergefahren. Ich habe dann die Polizei verständigt“, erinnerte sich der Mann an das Horrorszenario.

Einen Tag später war der BMW-Fahrer, ein Felser (19), ausgeforscht und wanderte wegen gefährlicher Drohung auf die Anklagebank. Seine Schreckschusspistole der Marke Walther P 22 wurde ihm abgenommen.

Die Kupplung habe gesponnen, erklärte er den Fahrstil. Er sei wegen privater Probleme frustriert gewesen und habe sich über den anderen Lenker, der ihm auf die Pelle gerückt sei, geärgert. „Deshalb habe ich gefeuert“, gab er zu – und wurde dafür zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt.