Wachauer Volksfest bietet Bundesheer eine Bühne. Kooperation wird trotz der Sparmaßnahmen fortgesetzt. Soldaten und Ausrüstung zwei Tage im Mittelpunkt des Geschehens in Krems.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. Juli 2019 (11:37)
Martin Kalchhauser
Halten an Kooperation zu beiderseitigem Nutzen auch beim heurigen Wachauer Volksfest fest: Brigadekommandant Karl Krasser, Vizebürgermeisterin Eva Hollerer, Veranstalterin Claudia Altrichter, Militärkommandant Martin Jawurek und Veranstalter Erwin Goldfuss (von links).

Auf eine seit vielen Jahren gut funktionierende Partnerschaft zwischen dem Wachauer Volksfest und dem Bundesheer können die Verantwortlichen bauen, wenn es darum geht, dass sich das Militär trotz Sparzwangs auch heuer wieder beim Fest präsentieren wird.

Österreichisches Bundesheer
Unter den zahlreichen Attraktionen, mit denen das Österreichische Bundesheer beim Wachauer Volksfest antreten wird, ist auch der Hubschrauber Black Hawk, der im Rahmen einer Präsentation in Krems im Sepp-Doll-Stadion landen wird.

Im Rahmen der Aktion „Bundesheer On The Road 2019“ gibt es am Freitag, 23. August, und Samstag, 24. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr eine große Geräteschau sowie eine Reihe von Präsentationen. Zu sehen sein werden unter anderem ein Black Hawk-Hubschrauber (Landung im Sepp-Doll-Stadion), Kampf- und Bergepanzer, der Minensuchroboter Teodor und das Fahrzeug Dingo, das als Sanitätsfahrzeug zum Einsatz kommt.

Ein Höhepunkt ist sicher der „Große Zapfenstreich“ der Militärmusik NÖ, der am 24. 8. ab 20.30 Uhr gespielt wird.

Veranstalter Erwin Goldfuss freute sich bei der Programmpräsentation des diesjährigen Volksfestes gemeinsam mit Claudia Altrichter (22. August bis 1. September) darüber, dass „die, abgesehen von der Präsentation am Heldenplatz, größte Bundesheer-Aktion Österreichs heuer Gerätschaft aus ganz Österreich nach Krems bringt“.

Bundesheer will auch aktuelle Nöte vermitteln

Militärkommandant Martin Jawurek erklärte, warum das auch für das Bundesheer wichtig sei: „Wir sagen vieles ab, sparen ein, wo es geht. Aber hier ist es uns wichtig, den Kontakt zu jungen Menschen zu halten.“ Das Heer werde die Gelegenheit nützen, den Mehrwert des Präsenzdienstes zu präsentieren, aber auch „Nöte zu vermitteln“.

Mauterns Brigadekommandant Karl Krasser sieht in der Aktion große Bedeutung, weil sich „das Bundesheer als Teil der Region“ verstehe: „Die Soldaten wollen zeigen, was sie können und worauf sie stolz sind.“ Die Fortsetzung der Kooperation sei für ihn nicht zuletzt auch ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung.

Lob für die Veranstalter, denen es gelinge, „die Tradition zu wahren und das Fest gleichzeitig auch in die neuen Zeiten zu führen“, kommt von Vizebürgermeisterin Eva Hollerer. Generationen von Kremsern schwelgen in Erinnerungen an vergangene Feste (einst in Verbindung mit der Wirtschaftsschau, damals Landesausstellung genannt). Laut ihrer Aussage beträgt die Wertschöpfung für Krems durch das Wachauer Volksfest rund 6 Millionen Euro. „Die Stadt steht zu 100 Prozent hinter der Veranstaltung!“