Immer öfter in der Luft. Das Einsatzjahr 2018 war ein sehr intensives für die Piloten des Kulturenschutzvereins. Sowohl die Zahl der Einsätze als auch der Flugstunden erhöhte sich.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 14. März 2019 (05:15)
Chris Leneis
Vorstand und Piloten des Kulturenschutzvereins: Rainer Kaltenberger, Thomas Stoifl, Marcus Degasperi, Wolfgang Pöttschacher, Hubert Schäfer, Emmerich Granner, Hans Schöller, Johannes Eckharter, Gerhard Grausenburger, Franz Zsifkovits, Josef Blüml, Norbert Polsterer und Reinhard Überraker (von links).

„Es war im Großen und Ganzen eine erfolgreiche Saison 2018“, berichteten die Verantwortlichen der Hagelabwehr des Kulturenschutzvereines für Langenlois und Umgebung. An 24 Gewittertagen wurden 81 Einsatzflüge absolviert, dabei verbrachten die Piloten 66 Stunden in der Luft. „Dies liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 50 Einsätzen, die Flugstunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr (38) fast verdoppelt“, so Geschäftsführer Hannes Eckharter.

Einsatzleiter Thomas Stoifl resümierte die Entstehung und Entwicklung des Hagelunwetters vom 21. Juli im Spitzer Graben, das relativ spät zu erkennen war und wo er dennoch aufgrund eines „Bauchgefühls“ sehr früh den Start der Flieger angeordnet hatte, wodurch Hagelschäden in der gesamten westlichen Wachau verhindert werden konnten.

Immer wieder ein Thema sind die Beitragszahlungen, die laut Eckharter regional sehr unterschiedlich seien. Zur Finanzierung (heuer sind Kosten von rund 165.000 Euro veranschlagt) wurde eine Erhöhung des seit 2011 unveränderten Beitragssatzes von 25 auf 30 Euro pro Hektar Wein- bzw. Obstgartenfläche beschlossen. Bei der Sitzung mit dabei waren Wolfgang Pöttschacher vom Flugwetterdienst Schwechat und Rainer Kaltenberger von der Hohen Warte, die in ihren Berichten ursächliche Zusammenhänge erläuterten.