Kremser Fehlstart in die Bonusrunde. Der UHK Krems kassierte in einer packenden Partie gegen Margarethen eine hauchdünne 28:29-Niederlage. Der Siegestreffer der Fivers fiel erst acht Sekunden vor der Schluss-Sirene.

Von Bert Bauer. Erstellt am 31. Januar 2020 (22:26)
Gunnar Prokop (links) - hier gegen Lukas Hutecek - war einer der stärksten Kremser beim 28:29 im Rivalenderby gegen die Fivers.
Bert Bauer

KREMS – FIVERS 28:29. 

Das Match glich aus Sicht der Wachauer einer Berg-und Talfahrt, bei der der Erzrivale die Gastgeber noch kurz vor der Ziellinie ausbremsen konnte. Den besseren Start erwischten die Wiener. Nach zehn Minuten stand es 4:6, weil die „Rot-Gelben“ die hervorragend funktionierende Achse mit den beidem EM-Teamspielern Lukas Hutecek und Kreisläufer Tobias Wagner nicht in den Griff bekamen. Es folgte der große Auftritt von Flügelflitzer Gunnar Prokop und die erstmalige Führung der Heimischen (10:9, 17. Minute). In der Folge bauten Jochmann & Co diese sogar auf drei Treffer aus (16:13) und hatten mit 18:16 zur Pause die Nase vorne.

Führung schnell verspielt

Die Gäste kamen danach wesentlich konzentrierter aus der Kabine und drehten binnen acht Minuten die Partie wieder um (19:20). Ärgerlich für den UHK: Beim Stand von 18:18 erkannten die Referees zu Unrecht einen Treffer von Hutecek an, der glasklar nicht über die Linie war. Danach schwächelten die Fivers, vergaben durch David Brandfellner einen Siebenmeter, sodass die Thaqi-Schützlinge plötzlich ihrerseits wieder 26:23 voran lagen. Im Finish spielte die Eckl-Truppe einmal mehr ihre großen Kämpferqualitäten vor allem in der Abwehr aus. Das Fivers-Defensivbollwerk glich phasenweise einer fast uneinnehmbaren Festung . Ein Fehlwurf von Thomas Kandolf beim Stand von 27:26 war der Anfang vom Ende. Das tolle „Fliegertor“ von Gunnar Prokop zum 28:28 nach Assist von David Nigg konnte nur wenige Sekunden mit dem Prädikat „wertvoll“ geadelt werden, ehe Marin Martinovic in einer 7:6-Angriffsüberzahl die UHK-Heimpleite perfekt machte.

Krems: Shejbal, Musel; Jochmann (5), Schafler. Auß, Posch (5), Hasecic (1), Hajdu Prokop (6), Fizuleto (3), Nigg (2), Wieninger, Kandolf (4), Nikic, Toman, Simek (3).

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