Paudorf

Erstellt am 03. Juni 2018, 19:11

von Martin Kalchhauser

Wolfgang Ambros gab ein Privat-Konzert. Parade-Winzer Sepp Dockner feierte den 55. Geburtstag mit hunderten Gästen und viel Musik.

Familie, Wein und Musik stehen im Mittelpunkt des Lebens des Höbenbacher Parade-Winzers Dockner. Alles dreht sich um diese drei Dinge. „Es gibt kein Fest ohne Musik“, meinte er zu den Hundertschaften an Gästen der Feier seines 55. Geburtstags – und es gab, wie erwartet, sowohl Wein als auch Musik in höchster Qualität.

Spontane Session mit den „Life Brothers“

Wolfgang Friedrich spielte mit seiner New Orleans Dixieland-Band, und es kam zu einer spontanen Session mit den Life Brothers, die zwischen Soundcheck und Auftritt in Obritzberg ihrem Freund gratulierten, der dabei unter Jubel und frenetischem Applaus auch selbst zum Saxophon griff.

Vermächtnis des Bruders in Tat umgesetzt

Die vielleicht für manche ungewöhnliche Feier des „halbrunden“ Jubiläums erklärte der Gastgeber in Erinnerung an seinen Bruder Engelbert Dockner, der im vorjahr kurz vor seinem 60er gestorben war und ihm als Vermächtnis mitgegeben hatte, möglichst viele Geburtstagsfeste mit Freunden zu feiern. Dem Dank an seine Mutter Erika („Ohne sie wäre ich heute ja gar nicht hier!“) schloss er den an seine Familie, allen voran seiner Frau Gudrun (seit 35 Jahren mit ihm verheiratet) an und gab erfreut bekannt, vor wenigen Wochen mit Emma zum vierten Mal Opa geworden zu sein.

Botschaft an Nachbarn: „Ich werde ruhiger!“

An seine Höbenbacher Nachbarn richtete der Winzer das Ersuchen um größtmögliche Nachsicht: „Es ist oft laut bei uns. Verzeiht‘s mir! Aber ich werde eh älter und ruhiger.“

Höhepunkt war der Auftritt von Austropop-Legende Wolfgang Ambros (diesmal mit Gattin Uta zu Gast), der 2010 Weinpate war. Seither ist er ein persönlicher Freund des Jubilars und hatte schon vor fünf Jahren einmal ein Privat-Konzert im Winzerhof gespielt.

Bei Ambros-Konzert sprang der Funke über

Jetzt kam es dabei zu einer Wiedervereinigung mit Rudi Staeger von der Gruppe Acid aus den 1970er-Jahren, der beim ersten Ambros-Hit „Da Hofa wors“ das Schlagzeug spielte. Ambros mischte Lieder zum Nachdenken mit Hits wie „Zwickt’s mi“, „Du bist wia die Wintersun“, „Langsam wochs ma zsamm“ und „Blume aus dem Gemeindebau“. Bei „Schifoarn“ war er dann eigentlich mehr Zuhörer, weil das Publikum geschlossen und in Verbindung mit Standing Ovations selbst sang.

Viele Freunde blieben bis in den Morgen

Darunter waren die Further Bürgermeisterin Gudrun Berger, der Kremser Raiffeisenbank-Direktor Herbert Buchinger, Steuerberater Karl Schwarz sowie Dockners Winzerfreunde Edwin Jurtschitsch, Johann und Monika Schmelz, Leopold Müller und Meinhard Frostreiter. Den lauen Abend und die Gastfreundschaft samt üppiger Bewirtung durch die Familie Dockner genossen bis in den frühen Morgen aber auch die Architektenfamilie Göbl, mit Sepp Dockner familiär verbunden und Planer seiner vielen Bauten beim Aufbau des Weinimperiums.

Erlös des Festes geht an die „Herzkinder“

Der Erlös des Festes samt großer Tombola, bei dem auch ein 800 Kilo schwerer Ochse gebraten und restlos verzehrt wurde, geht an die Aktion „Hilfe für Herzkinder“, zu denen es durch Enkelkind Sarah eine Verbindung der Familie (zum Glück mit Happy End) gab.