Wirbel um Pflegezentrum in Gföhl. SPÖ und ÖVP sehen Bedarf für Altenbetreuung in Gföhl. SPÖ preschte mit Standort-Vorschlag vor, erntete aber Kritik.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Januar 2020 (06:13)
Symbolbild
Africa Studio/Shutterstock.com

In einer Presseaussendung präsentierte Stadtrat Günter Steindl vor Kurzem ein Pflege- und Betreuungszentrum in der Gföhler Innenstadt als „Leuchtturmprojekt für Gföhl“ (eine Tageszeitung berichtete). Ein solches Zentrum will er mit seinem Team gemeinsam mit der ÖVP in den nächsten Jahren umsetzen.

SPÖ-Spitzenkandidat Günter Steindl will mit ÖVP Pflegezentrum in Gföhl realisieren.
MK

Er betonte, dass sich Gföhl durch die positive Zusammenarbeit von SPÖ und ÖVP in den letzten fünf Jahren zu einer Musterstadt entwickelte: von der Kleinkinderbetreuung über die Versorgung mit Kassenärzten, die Ansiedelung von Nahversorgern, Kulturveranstaltungen bis zu gezielten Impulsen für den Tourismus. Ein Pflegeheim sieht er als zusätzlichen Eckpfeiler in der Stadtentwicklung. Als optimalen Standort dafür schlug Steindl das ehemalige Kaufhaus Liebenberger in der Zwettler Straße vor.

Dieses Objekt steht gerade zum Verkauf – allerdings wussten weder die Verkäuferin noch der Kaufinteressent (GEDESAG) über das Projekt Bescheid, was einigen Wirbel ausgelöst hat.

FPÖ-Stadtrat Erich Starkl kritisiert: „SPÖ und ÖVP fixieren bereits einen möglichen Standort für ein Gföhler Pflegeheim – die Liegenschaftseigentümerin musste davon aber aus den Medien erfahren. Das Objekt war zudem noch gar nicht verkauft!“

Steindl stellt richtig: „Ein Standort im Ortskern wäre für ein solches Zentrum optimal – das Objekt Liebenberger war ein Vorschlag, es gibt aber mehrere Alternativen, die in Frage kommen würden.“

Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger (ÖVP) bestätigte, dass die Stadtgemeinde beim Land NÖ bereits im Oktober 2019 schriftlich Interesse für ein Pflegeheim bekundet hat. „Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur im Stadtzentrum sehe ich gute Chancen für ein Gföhler Pflegezentrum – die Standortfrage stellt sich aber erst nach einer Zusage durch die Landesregierung“, so die Stadtchefin.