Krems: Zweisprachige AHS hofft auf grünes Licht. Das bilinguale private Gymnasium wird auch 2019 noch nicht starten. Juristische Fragen sind noch offen.

Von Petra Vock. Erstellt am 05. Januar 2019 (06:18)
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Rechnet mit Start 2020:ISK-Geschäftsführer Joachim Zimmel.

In Warteposition ist nach wie vor das geplante Gymnasium der International School Krems (ISK): „Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2020 starten“, teilte Geschäftsführer Joachim Zimmel auf Anfrage der NÖN mit. Der Grund: „Wir warten noch auf Bescheide des Ministeriums.“

Konkret geht es darum, ob die geplante Kooperation mit der HAK Krems zustande kommen kann. Denn die Frage, ob ein „Schul-Cluster“ zwischen einer öffentlichen und einer privaten Schule rechtlich möglich ist, sei bislang noch nicht abschließend geklärt, so Zimmel: „Das ist leider äußerst langwierig.“

Die International School Krems (ISK) wird seit Herbst 2016 als zweisprachige katholische Privatvolksschule auf dem Campus der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in der Mitterau geführt. Unterrichtet wird teils auf Deutsch, teils von Muttersprachlern auf Englisch, sodass die Kinder auf natürliche Weise beide Sprachen erlernen.

Heinz Krammerstorfer ist nicht mehr Direktor

Das zweisprachige private Gymnasium ist als Erweiterung gedacht und hätte im Herbst 2018 bereits starten sollen – angesichts des schmalen Zeitfensters zwischen Ankündigung und geplanter Eröffnung ein „sehr ehrgeiziges Projekt“, wie der designierte Direktor Heinz Krammerstorfer Anfang September einräumte.

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Er begründete die Verzögerung mit einer zu späten Einreichung der Zulassungsunterlagen und einer zu geringen Zahl an Anmeldungen. Inzwischen ist Krammerstorfer nicht mehr an Bord der International School Krems, wie er auf Anfrage der NÖN mitteilte. Auf die Gründe wollte er nicht näher eingehen, doch wenn der geplante Zusammenschluss mit der Handelsakademie zustande kommt, braucht das internationale Gymnasium wohl gar keinen eigenen Leiter.

Der „Schul-Cluster“ unter dem Dach der HAK würde dann wahrscheinlich von einem Vertreter der HAK geleitet. Daher wird vorerst auch kein neuer Direktor bestimmt. „Wenn wir kein Schulcluster werden, benennen wir einen eigenen Direktor“, so Zimmel.