Teures Leitungswasser bei Langenloiser Heurigen.... Im Allgemeinen passiert’s nicht, manchmal aber doch, dass beim Heurigen das Glas Leitungswasser etwas kostet.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 09. April 2019 (04:16)
Lechner
Josef Pflanzl bei seinem Selbstbedienungs-Wasserhahn.

0,80 Cent für ein Viertel Wasser (3,20 Euro pro Liter) – so viel zahlen Gäste im Heurigenkeller „Am Sauberg“, wenn sie zu ihrem Essen Leitungswasser bestellen. „Noch niemals wurde für ein Glas Leitungswasser ein Obolus verlangt, selbst bei Konsumation von nur einem Glas Wein wird normalerweise selbstverständlich ein Glas Wasser kostenlos serviert“, ärgerte sich ein Besucherpaar aus Krems (das zu zweit immerhin eine Zeche von über 30 Euro berappte) über den Leitungswasser-Posten auf der Rechnung.

„Es gibt immer einen Krug Wasser zum Essen kostenfrei auf den Tisch. Leitungswasser auf Bestellung verrechnen wir aber – das steht auch so in unserer Karte“, meint dazu Heurigenkeller-Chef Josef Pflanzl, dass der Bedienungsaufwand nun einmal abgegolten werden müsse. Besonders auch bei Gartenbetrieb – allerdings gibt es da die Möglichkeit für die Gäste, sich das Krügel Leitungswasser kostenlos selbst zu „zapfen“ und zu holen.

Auf Nachfrage ist es so, dass bei den Langenloiser Heurigen Leitungswasser im Allgemeinen nicht verrechnet wird. Heurigenwirt Günter Nastl gibt allerdings zu, dass der Aufwand für diesen Service immer größer werde: „Die Nachfrage nach Mineral- oder Sodawasser sinkt, jeder trinkt lieber Wasser ohne Kohlensäure.“